zur Navigation springen

Gross Kummerfeld : Willingrade: Das Brandhaus ist noch versiegelt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Heute will die Kripo ihre Untersuchungen aufnehmen. Mutter und Tochter sind dankbar für die Hilfe von Freunden und trauern um ihre beiden toten Hunde

Gross Kummerfeld | Nach dem Feuer am frühen Sonnabendmorgen in Willingrade konnten die Bewohnerin Johanna Mielke und ihre Tochter noch nicht in ihr Haus zurückkehren. Es ist nach wie vor von der Kriminalpolizei versiegelt. Erst heute soll mit ersten Untersuchungen vor Ort begonnen werden.

„Die Kripo geht nicht von einer Straftat aus. Und für mich kommt so ein Verdacht auch nicht infrage. Doch weil es am Wochenende mehrere Brände gegeben hat und die Kripo bei allen genau hinschauen muss, kann es noch dauern, bis wir in das Haus reinkönnen“, erklärte Johanna Mielke. Sie konnte sich mit ihrer Tochter Lucia (8) gerade noch rechtzeitig aus dem brennenden Gebäude retten (der Courier berichtete). Jetzt müssen beide abwarten, wann das Haus von der Polizei freigegeben wird. Erst dann kann festgestellt werden, wie hoch der Schaden wirklich ist. Erstmal sind Mutter und Tochter bei Freunden untergekommen. Auch für die ersten notwendigen Dinge haben Freunde und Familie gesorgt. Beide sind natürlich wegen ihrer Hunde noch sehr traurig. Aber sonst geht es ihnen den Umständen entsprechend gut. „Ich bin einfach glücklich, dass wir leben. Und ich bin allen, die uns jetzt unterstützen und helfen, sehr, sehr dankbar“, sagte sie.

Natürlich denkt Johanna Mielke noch oft an den Brandmorgen: „Wir schlafen im ersten Stock. Als ich durch die Hunde wach wurde, war unten schon alles voller Qualm. Es blieb uns nur der Weg durch das Fenster. Darunter stand der Soldat, der den Brand auf seinem Weg in die Boostedter Kaserne bemerkt hatte, um mich beim Springen aufzufangen. Aber ich bin abgerutscht und gefallen. Lucia hat er jedoch zu fassen bekommen. Minuten später waren dann die Feuerwehren sowie auch der Rettungsdienst vor Ort“, erzählte die Mutter.

„So richtig realisiert habe ich das alles noch nicht. Ich bin nur froh, dass wir da rausgekommen sind“, erklärte Johanna Mielke, die sich bei ihrem Sturz unter anderem eine schmerzhafte Rückenverletzung zuzog.

Ihre Labrador-Hündin sowie ein Welpe (vier Monate), die die Schlafenden gewarnt hatten, kamen dagegen in den Flammen um. „Meine Eltern haben die beiden inzwischen begraben. Was ich im Zusammenhang mit dem Tod der Hunde allerdings erbärmlich finde, ist, dass im Internet, noch bevor ich Bescheid wusste, schon Bilder mit den toten Tieren veröffentlicht waren“, sagte sie aufgebracht. Der Courier hatte sich bewusst entschieden, gerade diese Fotos der Hunde nicht zu zeigen.



zur Startseite

von
erstellt am 17.Apr.2015 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen