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Schultheaterfestival : Wilhelm-Tanck-Schule überzeugte mit „Daddy Kuhl“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neunt-und Zehntklässler spielten einladend fröhlich und erfrischend unverkrampft

Neumünster | Leichte Kost, unterhaltsam präsentiert, bot die Wilhelm-Tanck-Schule am Mittwochabend bei ihrer gelungenen Premiere: Nach über zehn Jahren nahm die Gemeinschaftsschule aus der Färberstraße mit einer Aufführung am Schultheaterfestival teil. Vor rund 250 Zuschauern brachte der Kurs Darstellendes Spiel sein kurzweiliges Musical „Daddy Kuhl“ auf die Bühne der Stadthalle. 30 Neunt-und Zehntklässler spielten einladend fröhlich und erfrischend unverkrampft.

„Die Vorlage ist das Musical ,Mamma Mia’. Wir haben es umgearbeitet und mehr Rollen eingebracht, damit alle Schüler auf die Bühne kommen“, erklärte Lehrerin Nicole Ladewig, die zusammen mit Beatrice Severin die Leitung inne hatte. „Unsere Schüler sind musikalisch, da lag es nahe, ein Musical zu wählen, das thematisch in den 70er-Jahren angesiedelt ist“, fügte sie hinzu. Und bunt wie das Hippie-Jahrzehnt war auch die Aufführung: Es war immer etwas los auf der Bühne. Es wurde gesungen und getanzt, gesprochen und gerappt. Zu den vielen Hauptakteuren gesellte sich auch immer wieder ein Chor, der am rechten Bühnenrand zu Liedern von Abba und Udo Jürgens schmetterte. Wechselnde Projektionen auf den Bühnenhintergrund unterstützten das mit ständig ausgetauschten Requisiten fantasievoll gestaltete Bühnenbild. Farbige Scheinwerfer setzten zusätzliche Akzente. „Wir wollten dem Publikum Blickfänge bieten, es immer wieder einbinden und die Freude der Schüler an der Musik und am Spiel transportieren“, sagte Nicole Ladewig. Das ist dem Kurs gelungen: Die heitere, in vielen kurzen Szenen erzählte Geschichte um die unbeschwerte Sophia, die ihre Heirat als Anlass nimmt, ihren richtigen Vater kennenzulernen, machte nicht nur den Akteuren sichtlich Spaß. „Es kommt einfach gute Stimmung auf. Wir können mitsingen und mitwippen - die Kinder machen das klasse“, meinte in der Pause Sabine Tietgen stolz, die zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Sohn Kjell da war, um ihre Tochter Chiara auf der Bühne zu sehen.

Die Schüler sorgten für ausgewogene Kostümierung und tappten nicht in die Falle der Albernheit, die sich bei einem Hippie-Musical leicht auftut. Lediglich ein schräger Vogel in Blümchenschlaghose tauchte immer wieder auf – sehr zur Belustigung des Publikums. Betont werden muss, dass sich hier die in Schultheatergruppen typische männliche Minderheit mutig und witzig eingebracht hat. Gelungen waren auch die Geräuscheinspielungen, die Türenklappen und ähnliches hörbar machten. Verzichtbar wären allerdings die humoristisch-akustischen Unterstreichungen verdatterter Gemütszustande gewesen – aber das ist nur eine Kleinigkeit in einer gelungenen Arbeit. „Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder mit einem Stück auf der Bühne stehen“, wünschte sich Nicole Ladewig.

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