Wildes Camp von Obdachlosen entdeckt

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31. März 2019, 13:52 Uhr

Jason Both, Felian Neumann, Leon Pockeleit, Nico Löser, Max Frankenberger und Daniel Witter von der Jugendwehr Mitte schüttelten nur den Kopf. Und auch Stadtteilvorsteher Hans-Jürgen Gorba blickte verständnislos auf die Berge an Müll, die die jungen Helfer in einem Wäldchen zwischen Südfriedhof und Haartkoppelweg entdeckten. „Das war wohl hier mal ein Camp von Obdachlosen“, mutmaßte Max Frankenberger. „Da muss das TBZ nochmal kommen und aufräumen“, erklärte Gorba.

Über 80 Männer, Frauen und Kinder machten sich in zwei Gruppen vom Gemeindehaus Tizianstraße auf den Weg zur Ruthenberger Rasselbande. Dort hatte der Tag mit einem Umweltgottesdienst begonnen. Schöpfungsgeschichte und der Umgang mit der schwindenden Artenvielfalt standen im Mittelpunkt der vor allem von den Konfirmanden gestalteten Feier.

Danach ging es zum Sammeln. „Ich habe erschreckend viele Flaschen gesammelt“, erzählte Jörn Seib vom Bündnis für Bürger. Am Ruthenberg wühlten sich Ina und Alica Wziontek, Annette Nicolaisen und Heike Hunger durch die Knicks und füllten schnell die Müllsäcke.

Ähnlich erging es einige Meter weiter Thalya (6) und Zoe (9) am Veit-Stoß-Ring. „Es ist wichtig, dass die Kinder so aufwachsen, dass sie lernen, ihren Müll nicht in die Natur zu werfen“, betonte Mutter Anne Ben Sadok, während Nicolas Gripp mit dem Trecker die Säcke einsammelte und in den Container brachte. Zum Abschluss gab es dann noch Leckereien, die von Edeka Meyer gestiftet wurden.

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