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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 14:41 Uhr

Gadeland : Wilder Trampelpfad sorgt für Ärger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtteilbeirat und Landwirt appellieren an Fußgänger und Hundebesitzer, das Privatgelände zu respektieren / Legaler Weg 100 Meter weiter

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2015 | 12:00 Uhr

Neumünster | Ein Dauerbrenner in Gadeland sorgt erneut für Ärger: Aus Bequemlichkeit versuchen zurzeit wieder Gadelander Fußgänger und Radfahrer, am Krogredder über das Feld von Landwirt Jörn Haase (50) zu gehen – als Abkürzung zum Störpark und zu Famila. „Ich habe einige Radfahrer erwischt und ihnen gut zugeredet“, sagt der Vorsitzende des Stadtteilbeirats, Dr. Volker Matthée. Das Thema hält den Stadtteilbeirat bereits seit Jahren auf Trab. Jetzt weist der Beiratsvorsitzende darauf hin, dass das Feld Privatgelände ist und nur ein kleiner Umweg nötig sei.

Die Geschichte mit dem Trampelpfad fing an, als Landwirt Haase vor etwa zehn Jahren beschloss, das bis dahin brachliegende Feld zu bestellen. Viele Gadelander nutzten diesen bequemen, aber illegalen Wanderweg, und sogar Motorradfahrer heizten durch den Mais (der Courier berichtete). Jörn Haase schätzt die Fläche, auf der er deswegen nicht ernten konnte, auf rund 900 Quadratmeter. Insgesamt ist die Koppel etwa 50 000 Quadratmeter groß.

2014 wurde eine Lösung gefunden: Der Trampelpfad wurde umgepflügt, der Knick aufgeschüttet, die Stadt versetzte das Tor zum Containerplatz des Technischen Betriebszentrums extra, damit ein neuer Trampelpfad am Ende des Krogredders nur 100 Meter weiter benutzt werden konnte – als bequeme Alternative. „Wir haben im letzten Jahr durch Aufklärung bewirkt, dass das Fehlverhalten zurückgedrängt werden konnte“, sagt Matthée. Jörn Haase bedankt sich für den engagierten Einsatz des Stadtteilbeirats und bei denen, die den neuen Weg annehmen, aber er ist auch verärgert über die aktuelle Entwicklung: „Es wird einfach ignoriert. Einige sind ziemlich beratungsresistent. Man bekommt ganz erstaunliche Antworten, wenn man darauf hinweist, dass das Privatgelände ist. Einige Hundehalter freuten sich über den neuen schönen Rundweg.“ Er will nochmal versuchen, den Pfad durchs Feld zu versperren („den Zaun haben sie uns damals weggerissen und ins Maisfeld geworfen“) und bittet alle um Rücksicht: „Das ist doch auch eine Frage des Respekts. Mir entsteht ein wirtschaftlicher Schaden.“

Auch Matthée hofft auf Einsicht: „Ich appelliere an den gesunden Menschenverstand der Leute. Den Radfahrern, die ich getroffen habe, habe ich gesagt, dass sie es wirklich bequemer haben können. Denn anders als auf dem Feld muss man auf dem legalen Trampelpfad nicht vom Rad absteigen. Das sind 100 Meter Umweg, die sich lohnen. Das ist eine Win-Win-Situation für alle.“

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