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Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 06:18 Uhr

Wilde Flucht endete vor Gericht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Junger Schwede raste mit Drogen im Auto vor der Polizei davon / Jetzt erhielt er eine Bewährungsstrafe und fünf Jahre Fahrverbot in Deutschland

Wegen Beihilfe zum Drogenschmuggel und einer filmreifen Verfolgungsjagd mit Zoll und Polizei ist gestern ein junger Mann aus Schweden zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Zudem darf der Angeklagte wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr fünf Jahre lang in Deutschland kein Auto fahren, urteilte das Amtsgericht. Die Richterin betonte, der Angeklagte habe sich durch sein Verhalten als ungeeignet zum Führen eines Fahrzeugs erwiesen.

Laut Anklage war der 22-Jährige in der Nacht zum 21. August 2012 auf der Autobahn 7 mit hohem Tempo davongerast, als Zollbeamte ihn auf Höhe des Elbtunnels auf seinem Weg gen Norden anhalten und kontrollieren wollten. Er ließ sich nicht einmal stoppen, als bis zu zehn Streifenwagen versuchten, sein Fahrzeug auszubremsen und einzukeilen. So fuhr er beispielsweise auf das Heck eines Einsatzfahrzeuges auf, als die Ermittler versuchten, sein Tempo zu drosseln. Auch nach der Kollision gab der 21-Jährige weiter Gas. Auf Höhe Neumünster stieß der junge Fahrer mit seinem Wagen erneut mit einem Polizeiauto zusammen, ließ sich aber auch davon nicht aufhalten.

Die Fahrt fand erst hinter dem Bordesholmer Dreieck ein jähes Ende – der Angeklagte verlor die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug überschlug sich und landete in einer Böschung. Der 22-Jährige wurde leicht verletzt. Auch ein Polizeiwagen überschlug sich. Eine Beamtin erlitt ein Schleudertrauma.

Gestern legte der Mann vor Gericht ein Geständnis ab. Bei ihm waren damals rund 300 Kilogramm der Kaudroge Khat sichergestellt worden. Dass er aus Schweden zum Prozess kam, wertete das Gericht ebenso strafmildernd wie sein Geständnis. Es folgte den Anträgen von Staatsanwalt und Verteidigung. Das Urteil ist rechtskräftig.

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erstellt am 18.Sep.2013 | 00:32 Uhr

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