Grossenaspe : Wikinger stellten ihr Leben zur Schau

„Herbeigeströmt“, rief Lurenbauer Mario Schramm aus Ellerbeck auf dem mittelalterlichen Kriegshorn.
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„Herbeigeströmt“, rief Lurenbauer Mario Schramm aus Ellerbeck auf dem mittelalterlichen Kriegshorn.

Rekord beim Wikingerlager im Wildpark Eekholt: 12.000 Menschen machten mit beim Treiben im Osterautal.

shz.de von
19. Mai 2015, 06:00 Uhr

Grossenaspe | Die Gäste des Wildparks Eekholt bei Großenaspe erlebten ein gelungenes frühmittelalterliches Wikingerlager. Zum fünften Mal fand diese Veranstaltung statt und lockte so viele Menschen wie nie zuvor an: 12 000 Besucher wurden an dem langen Wochenende von Himmelfahrt bis Sonntag gezählt.

„Über 5000 Besucher allein am Donnerstag, das ist richtig spitze“, sagte Jörg Bosse von der Wildpark-Schule und freute sich mit Jan Lähn, dem Organisator des Eekholter Wikingerlagers, über den Zustrom. Über 60 Aussteller, Handwerker, Kämpfer und mittelalterbegeisterte Freizeitwikinger hatten sich eingefunden und ihre Zelte auf der Osterauwiese aufgeschlagen. Tiere vom Hirsch bis zum Wolf, die urwüchsige Wald- und Wiesenlandschaft an der Osterau, dazwischen die Zelte und Lagerfeuer der Freizeitwikinger, und dazu ein wenig Duft aus eisernen Kochtöpfen, eine Prise Schlachtenlärm, die Klänge mittelalterlicher Kampfhörner und fröhliche Töne der Mittelalterband „Die Vertriebenen“, das war genau die richtige Mischung für die Besucher. „Das ist einfach toll und macht riesig Spaß“, meinte da auch die elfjährige Maja Pieper aus Kassel, die ihren Onkel und ihre Tante aus Kaltenkirchen besuchte und bei Dag Wixforth aus Munkbrarup an der Drechselbank ein Mitbringsel aus frischem Grünholz für Zuhause basteln durfte. Zwischendurch klang der Ruf historischer Kriegshörner aus geschwungenem Kuhhorn von Lurenbauer Mario Schramm über das Lager, und beim Schmied durften sich kleine Nachwuchswikinger im Schmieden ihrer ersten Klingen üben.

Wer es friedlicher liebte, konnte sich in der Taverne mit allerlei Trinkbarem erfrischen oder sich handwerklich kreativ an einem eigenen Specksteinamulett versuchen. Und auch sonst kam das Wikingerlager gut an. Die Kämpfer durften nach dem spektakulären Waffengang zur Freude und unter dem Applaus der Kinder alle unverletzt wieder aufstehen, und auch Hirsche und anderes essbares Getier waren nach dem Einfallen der Wikinger vollzählig vorhanden, da diese auf nächtliche Jagdausflüge und Hirsch am Spieß verzichtet hatten. Dafür gab es frisch gebackenes Brot als Ersatz.

Wildpark-Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck war vollauf zufrieden: Wir hatten noch Glück mit dem Wetter und das Wikingerlager hat sich wohl etabliert.“

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