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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 21:29 Uhr

Wieso ist ein Loch im Netz des Tores?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 27.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Es scheint ja noch seltener vorzukommen, als ein Jackpot im Lotto oder dass der Blitz einen erschlägt: Ein Fußball, der bei einem Bundesliga-Spiel nicht über die Torlinie ins Tor trifft aber im Tor liegt. Ich verstehe nichts vom Fußball, lese aber über den Prozess, weil mich aus dem Artikel ein nettes Jungengesicht anguckt: der „Schütze“ Stefan Kießling.

Ich würde ja sowieso sagen: „Tor ist Tor“, aber „wenn ein Spieler den Ball zehn Meter über das Tor geschossen hätte, der Ball von einem Gestänge des Stadiondachs zurückgeprallt und durch ein Loch im Netz von hinten ins Tor gerollt wäre, . . .“ (Zitat des Richters), für alle sichtbar, wäre das als Tor nicht anerkannt worden.

Ich finde eigentlich: gerade!

Ist es nicht das Stück Glück, oder Fügung, das uns allen trotz aller mangelhaften Lebensplanung in kleiner und großer Dosis oft in den Schoß fällt? Warum nicht so ein Wunder-Tor?

Ich habe inzwischen gehört: „ Der Linienrichter hat versagt“, „Die zweite Halbzeit hätte wiederholt werden sollen“ und so weiter.

Es geht um das Fußball-Bundesligaspiel Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen. Ein so wichtiges Spiel und ein so wichtiges Tor (Bayer Leverkusen gewinnt 2:1).

Mich interessiert bei dieser ganzen Diskussion etwas ganz Anderes: Wieso ist ein Loch im Netz des Tores? Sind die Hoffenheimer nicht zuständig für die Geräte auf ihrem Platz?

Jeder Fischer flickt seine Netze, damit ihm der Gewinn nicht entgeht – warum nicht auch ein Bundesligist?

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