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Rendswühren : Wieder mehr Kinder an der Schule in Schipphorst

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Amt Bokhorst-Wankendorf verschlampte Anträge: Rendswührener warten auf Zuschuss.

von
erstellt am 03.Apr.2014 | 17:00 Uhr

Rendswühren | Die gute Nachricht, die Rendswührens Bürgermeister Dr. Thomas Bahr für die Bürger und Gemeindevertreter im Gepäck hatte, kam aus der Schule. Acht Grundschulabgänger aus der Außenstelle Schipphorst dürfen am 12. April ihre Bäume im Rendswührener Schulwald pflanzen, bevor sie die Schule verlassen. Dafür kommen 16 Neuanmeldungen hinzu.

Der Standort Schipphorst ist dann mit 46 bis 47 Schülern erst einmal wieder deutlich über der Mindestmarke von 40 Schülern. Bei weniger Kindern an der Schule wird eine Schließung wahrscheinlich.

Ihrem Ärger machten Rendswührener Bürger Luft. Im Dezember hatten sie Absagen vom Land zu Zuschussanträgen für Modernisierungen privater Kläranlagen erhalten. Mit 770 Euro Zuschuss hatte auch der Rendswührener Timo Hüttmann gerechnet. Nur hat es offensichtlich Fehler in der Bearbeitungskette gegeben. Die Antragsteller hätten diese fristgerecht beim Amt eingereicht. Dort seien die Anträge ein Jahr verblieben und erst 2013 bearbeitet worden, warf Hüttmann der Verwaltung vor. Insgesamt seien inzwischen zwei Jahre ins Land gegangen, in denen nichts passiert sei. „Betroffen sind neun private Anwohner“, erklärte Hüttmann, der den Vorfall von einem Anwalt prüfen lässt. „Der Vorgang ist bedauerlich, und noch habe ich keine Lösung dafür“, meinte Thomas Bahr. Inzwischen sei von Seiten des Amtes auch das Gemeindeprüfungsamt eingeschaltet, informierte Hans-Peter Brockmann aus der Verwaltung. Pech könnten Antragsteller haben, die bereits vor einer Zuschusszusage mit den Arbeiten begonnen haben. Das darf in der Regel erst nach Zusage oder auf besonderen Antrag erfolgen.

Außerdem wurde die Erfassung und Digitalisierung des Kanalkatasters für die Abwasserbeseitigung und der Regenwasserschächte in der Gemeinde beschlossen. Zustimmung erhielt auch der Beschluss über die Verlängerung der Öffnungszeiten im Bokhorster Kindergarten von 7 bis 17 Uhr und in den nächsten Jahren die schrittweise Anhebung der Elternbeiträge auf Kreisniveau. Zurzeit liegen die Bokhorster Elternbeiträge mit 22 Prozent deutlich unter dem Kreisdurchschnitt von 35 Prozent.

Außerdem sprachen sich Rendswührens Gemeindevertreter für die Wiedererteilung einer Baugenehmigung im Ortsteil Schipphorst aus. Nachdem eine erteilte Genehmigung abgelaufen war, sieht das Plöner Bauamt den betroffenen Bereich inzwischen als Außenbereich an,
was gegen eine Neugenehmigung spricht. Die Gemeinde sieht den betroffenen Baubereich als bebaubare Lücke. Die mit der Prüfung entstehenden Kosten von rund 4700 Euro sollen allerdings nicht von der Gemeinde getragen werden, so der Beschluss.

Thema für die nächsten Jahre dürften außerdem die gemeindeeigenen Gebietskläranlagen werden, kündigte Thomas Bahr an. So musste die Gemeinde in der Vergangenheit nach Systemausfällen von Pumpen auch Strafzahlungen für Werteüberschreitungen leisten, erklärte Bahr. Modernere Steuerungstechnik könnte das verhindern. Hierfür müsse allerdings auch mit etwa 5000 Euro pro Anlage gerechnet werden.



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