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Das Fest : „Wie war das damals zu Weihnachten bei euch?“

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vera Burlich (75) aus Neumünster und ihr Enkel Robin Burlich (12) aus Krogaspe unterhalten sich über das Fest damals und heute. Viel hat sich verändert.

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erstellt am 21.Dez.2013 | 07:45 Uhr

63 Jahre liegen zwischen Vera Burlich (75) aus Neumünster und ihrem Enkel Robin Burlich aus Krogaspe. Vera Burlich wuchs mit zwei älteren Brüdern in einem kleine Dorf bei Uetersen auf und zog 1960 der Liebe wegen nach Neumünster. Sie hat zwei erwachsene Kinder und arbeitet ehrenamtlich mit Kindern, unter anderem in der Kinderklinik. Ihr Enkel wurde 2001 geboren. Er geht auf die Grund- und Gemeinschaftsschule in Einfeld. In seiner Freizeit liest er viel, trainiert Judo und unterrichtet andere Jugendliche in Erster Hilfe.

Die beiden Generationen verbindet viel. So proben Robin und seine Großmutter zum Beispiel für ein Weihnachtskonzert in der Einfelder Christuskirche. Auch suchen sie immer wieder gern das Gespräch. Wie war das bei Euch zu Weihnachten? Worin unterscheidet sich das Fest heute? Die beiden haben dem Courier von ihren Festen erzählt.

 

Was waren die schönsten Geschenke?

Robin Burlich: Letztes Jahr bekam ich Geld für einen neuen Computer. Da habe ich mich total gefreut. Und früher war Lego immer das Beste. In diesem Jahr wünsche ich mir hauptsächlich Bücher.

Vera Burlich: Das Schönste war mal ein Schlitten, den bekam ich mit meinen Brüdern zusammen. Und als ich ganz klein war, verschwand immer die Puppe und war zu Weihnachten neu eingekleidet. Einmal kaufte mir mein großer Bruder vom Lehrlingsgehalt Schlittschuhe, weil meine Eltern kein Geld dafür hatten. Das war was! Und dann ist in dem Jahr noch ganz passend der See zugefroren.

 

Wie wird/wurde die Vorweihnachtszeit (Advent, Nikolaus etc.) gefeiert?

Robin Burlich: Wir sitzen gern abends zusammen und machen den Adventskranz an. Zum Nikolaus gab es diesmal ein Buch über ein PC-Spiel und einen Schoko-Nikolaus. In diesem Jahr habe ich auch einen besonderen Adventskalender. Da kann man aus 24 Teilen ein Radio zusammenbauen.

Vera Burlich: Einen Adventskranz hatten wir auch. Und der Schuh wurde ans Fenster gestellt vor die Verdunklungsrollos, die wegen der Bombenangriffe fest geschlossen waren. Der Adventskalender hatte Bilder. Es war jedes Jahr der selbe. Wir teilten ihn uns zu Dritt. Am Ende wurden alle Türen wieder geschlossen.

 

Was wird/wurde gebacken, genascht, gebastelt?

Robin Burlich: Ich backe mit meiner Mutter und meinem Bruder Haferplätzchen. Dann gibt es im Dezember öfter Marzipan, Dominosteine und Stollen.

Vera Burlich: Wir machten den Stutenteig selbst. Der wurde dann zum Bäcker zum Abbacken gebracht. Das ging im Kohleherd ja nicht. Wichtig waren auch braune und weiße Kuchen sowie Schmalzgebäck.

 

Welches Weihnachtsessen gibt es/gab es?

Robin Burlich: Nichts Traditionelles. Mal Grünkohl, mal Entenbraten. I

Vera Burlich: Als ich Kind war, wurde zu Weihnachten immer ein Schwein geschlachtet. Dann gab es Braten, Rotkohl und Kartoffeln, und wir durften an Weihnachten essen, so viel wir wollten.

 

 

 

 

 

 

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