Kuriosum : Wie kommt ein Koi in den Teich?

Da schwimmt ein Koi im Teich! Anja und Udo Lenz entdeckten den Fisch  und informierten den Courier.
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Da schwimmt ein Koi im Teich! Anja und Udo Lenz entdeckten den Fisch und informierten den Courier.

Ehepaar entdeckte den Zierfisch an der Teichbrücke / Amtstierärztin organisierte einen Koi-Halter – aber der Fisch war verschwunden

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25. Juli 2014, 06:00 Uhr

Neumünster | Passanten, die gestern Vormittag am Teich entlangflanierten und ins Wasser schauten, staunten nicht schlecht: Ein etwa 30 Zentimeter langer Fisch schwamm in den Fluten. „Das ist doch ein Koi!“ meinten Anja und Udo Lenz (49) aus Gadeland, die gerade zufällig vorbeikamen. Sie alarmierten die Courier-Redaktion. Der Fisch ist kräftig-orange, etwa 30 Zentimeter lang und hat – typisch für Kois – schwarze Flecken an den Seiten.

„Wie kommt der Zierfisch in den Teich?“, fragte sich das Paar voller Sorge. Wurde er ausgesetzt? Angesichts der Tatsache, dass diese Fische teure Tiere sind, scheint es unwahrscheinlich. Kann er im Teich überleben? „Erstmal ja“, meint Amtstierärztin Dr. Bettina Kohnen-Gaupp. Sie war gestern nach der Courier-Anfrage an den Teich gekommen und hatte einen Koi-Halter organisiert, der mit Kescher kommen und den Fisch einfangen sollte. „Wenn wir davon ausgehen, dass dieser Koi einen Besitzer hatte, gilt er als Fundtier, um das sich die Stadt kümmern muss“, erklärte sie. Nur: Der Fisch war nicht mehr zu sehen.

Ob er auf längere Zeit im Teich überleben kann, ist fraglich. „Kois sind empfindliche Tiere. Sie müssen in einem Teich gehalten werden, dessen Wasser gefiltert, von Algen gesäubert und mit Sauerstoff belüftet wird“, erklärte Susanne Jordan, Verkäuferin bei Fressnapf. Kois bräuchten je nach Jahreszeit konstante Temperaturen: Von Mai bis September 20 Grad und mehr, im Januar und Februar vier bis sechs Grad. Außerdem müssen sie mit speziellem Futter ernährt werden. Das alles trifft auf den städtischen Teich nicht zu – bis auf die molligen Temperaturen; der Koi wurde an einer sonnigen Stelle gesichtet.

„Wir behalten das im Auge, aber theoretisch könnte der Koi auch über die Fischtreppe in die Schwale entwischen. Wenn Passanten den Fisch sehen, können sie uns informieren“, sagt die Amtstierärztin (Tel. 942 25 59).

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