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Projekt für junge Arbeitslose : Wie Khalid (25) wieder in die Spur fand

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mit dem Projekt „Perspektiven U 25“ für junge Arbeitslose liegt das Jobcenter richtig. Die Erfolgsquote ist hoch.

Neumünster | „Ich hatte keine Struktur, saß nur rum“, gibt Khalid Kiarie (25) offen zu. Die Lehre zum Glas- und Gebäudereiniger schmiss der Neumünsteraner mit kenianischen Wurzeln hin. Das Projekt „Perspektiven U 25“ von Jobcenter und Deutscher Angestellten-Akademie (DAA) brachte ihn wieder in die Spur. Durch dieses Projekt fand Khalid Kiarie einen Halt, Hilfe, einen Praktikumsplatz und einen neuen Job.

Der Betrieb bietet ihm jetzt die Chance, seine Ausbildung zu beenden. „Besser geht es nicht“, sagt Peter Baade, der beim Jobcenter das Jugendteam leitet. Durch den Fachkräftemangel steigen zwar die Chancen auf einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz, andererseits stellen die Betriebe immer höhere Anforderungen, so Baade. Hier fallen Jugendliche mit Problemen schnell durchs Raster.

Das Projekt „Perspektiven U 25“ hilft ihnen, ihre Stärken kennen zu lernen. In maximal 22 Wochen werden die Teilnehmer aktiviert. Neben der Analyse eigener Fähigkeiten und Ziele können die Teilnehmer in verschiedene Berufe hineinschnuppern. Die Probe aufs Exempel bilden dann Praktika in Betrieben. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur oder des Jobcenters. Den Bildungsträger können sich die Teilnehmer selbst aussuchen.

Die Erfolge können sich sehen lassen: Von 56 Teilnehmern konnten 32 in Arbeit oder Ausbildung integriert werden. „Mit dieser Quote von fast 60 Prozent sind wir sehr zufrieden“, sagt Baade. In einer Gruppe mit vergleichbaren Jobcentern konnte Neumünster 2014 glänzen. Fast 500 Jugendliche unter 25 Jahren konnten in Arbeit oder Ausbildung integriert werden. Die Zahl der Leistungsempfänger ging um fast 100 oder 6 Prozent zurück. Baade: „Das hatten wir noch nie.“ 
 

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erstellt am 05.Feb.2015 | 07:00 Uhr

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