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Heißer Streifen : Wie fesselnd war dieser Film?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Volles Haus im Cineplex-Kino am ersten Tag des Erotikfilms „Fifty Shades of Grey“. 95 Prozent der Besucher waren Frauen. Die Meinungen gehen auseinander.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Großen Andrang gab es am Donnerstagabend im Cineplex-Kino: Riesige Frauenhorden stürmten das Kino, um den wohl begehrtesten Film der ersten Jahreshälfte gleich am ersten Tag zu sehen: die Verfilmung des Erotikromans „Fifty Shades of Grey“.

Die Besucherinnen gingen ganz offensichtlich mit großen Erwartungen in den Film. Die Besuchermasse bestand aus etwa 95 Prozent Frauen, doch dann kam sie, die Männergruppe: Drei Herren im gesetzteren Alter betraten das Kino kurz vor Beginn und wurden lautstark von den Ladys bejubelt. „Nun kann es losgehen!“, rief einer der Männer in den Saal und bekam dafür erneut Applaus.

„Shades of Grey“, der Roman von E. L. James aus dem Jahre 2012, wurde ein Welterfolg. In dem Erotikroman geht es um die 21-jährige Anastasia Steele (im Film gespielt von Dakota Johnson), die bei einem Interview den 27-jährigen Unternehmer und Milliardär Christian Grey (Jamie Dornan) kennenlernt. Sofort fühlt sie sich von seiner dominanten und etwas unterkühlten Art angezogen.

Nach und nach lässt er sie einen weiteren Schritt in Richtung seiner speziellen Vorlieben machen, die rein gar nichts mit Romantik zu tun haben. Er liebt Fesselspiele, Dominanz und Sadismus, und vollzieht diese Art von Sexualität in seinem „Spielzimmer“. Anastasia soll sich ihm unterwerfen, und dafür bekommt sie den Milliardär ganz für sich. Ana tastet sich an das Thema heran, lässt einiges zu, doch sie versteht diese Art von Zuneigung nicht. Christian merkt, dass er doch etwas mehr für Ana empfindet als nur Dominanz.

Wer denkt, dass es sich hier um einen Pornofilm handelt, liegt falsch. Man sieht im Film nicht mehr, als man es am Nachmittag im Privatfernsehen erleben kann. Ein Po, eine Brust und durchtrainierte Körper, das war es. Tatsächlich handelt es sich wohl eher um einen Frauenfilm, der sich im Kern um die Liebe dreht.

Nach der Vorstellung fragte der Courier einige Zuschauer: „Wie fesselnd war dieser Film für Sie?“ Die meisten Kinobesucher meinten, dass der Film wohl die Erwartungen erfüllt hatte, jedoch keine große Aktion beinhaltete. Der Regisseur Sam Taylor-Wood hielt sich relativ nah an die Buchvorlage. Das beinhaltete auch ein trauriges und recht abruptes Ende, das nach der Vorstellung im Kino und im Foyer von den Zuschauern noch intensiv diskutiert wurde.

 

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