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Tuch+Technik : Wie Chemie unseren Alltag bestimmt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neue Wanderausstellung im Museum Tuch + Technik erklärt die Umwelt und regt zum Nachdenken an

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2014 | 07:45 Uhr

Neumünster | „T-Shirts, Tüten und Tenside – Chemie ist überall“ lautet der Titel der Wanderausstellung, die jetzt im Museum Tuch + Technik eröffnet wurde. Das Konzept der Ausstellung ist besonders: Der Besucher ist eingeladen, mit Hand und Verstand an neun interaktiven Stationen – alle in Form von sechseckigen Molekülen – die täglich und uns überall umgebende Chemie zu erforschen.

So sieht man zum Beispiel die Etappen, die aus einer Plastikflasche einen Fleecepullover werden lassen. Über Kopfhörer können die Besucher erfahren, was eine Seepocke über Chemikalien verrät, die ihr Anhaften an Schiffsrümpfen verhindern. Oder welche chemischen Elemente in einem Handy stecken.

„Wir möchten das Thema nachhaltige Chemie in die Öffentlichkeit bringen. Dazu gehört natürlich auch die Sensibilisierung für den sozialen Aspekt. Der Besucher soll mit einem gesteigerten Umweltbewusstsein aus dem Museum gehen“, erklärte Martin Schulte, Projektleiter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, die die Wanderausstellung 2011 ins Leben gerufen hat.

Gerade der Alltagsgegenstand Handy enthält seltene Erden, die zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut werden. „Nutzen Sie Ihre Handys, so lange sie funktionieren“, lautet daher der Appell von Martin Schulte.

Wer zu Hause in der Schublade noch ein altes Telefon liegen hat, kann dieses mit ins Museum bringen und dort in einem extra Recyclingbehälter entsorgen. Einer der etwa 50 Eröffnungsbesucher war der ehemalige Vorsitzende des Fördervereins Textilmuseum, Jens Bartram. Ihn überzeugte das Konzept: „Eine sehr gute Ausstellung. Mir gefällt besonders, dass sie enorm lehrreich ist.“

Zusätzlich bietet das Museum Tuch+Technik ein interessantes Rahmenprogramm für Erwachsene, Schulklassen und Lehrer an, das unter www.tuch-und-technik.de abgerufen werden kann.

Die Ausstellung dauert bis zum 1. Februar 2015. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9 Uhr bis 17 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr.                              

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