Wasbek : Wichtel kommen aus Wasbek

Süße Unikate: Jeden Wichtel näht Hazel Kiekbusch nach dem gleichen Muster, und dennoch sehen sie unterschiedlich aus.
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Süße Unikate: Jeden Wichtel näht Hazel Kiekbusch nach dem gleichen Muster, und dennoch sehen sie unterschiedlich aus.

Hazel Kiekbusch liebt die Adventszeit: Jetzt sitzt sie wieder stundenlang an der Nähmaschine.

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03. Dezember 2017, 09:00 Uhr

Wasbek | In Wasbek ist ein besonderes Völkchen eingezogen: Sie sind klein, tragen lange rote und grüne Zipfelmützen, und ihre Gesichter samt Knubbelnäschen werden von flauschigen weißen Rauschebärten bedeckt: Die Wichtel sind da!

Hazel Kiekbusch näht die putzigen Kerlchen selbst, denn Nähen ist ihre Leidenschaft. „Ich habe wahnsinnig viel Freude daran. Wenn ich nähe, bin ich absolut locker und entspannt. Dann ist es auch egal, ob eine Naht mehrmals aufspringt, ich bleibe gelassen“, erklärt die 68-Jährige. Sie näht sich nicht nur Bekleidung selbst, sondern auch gerne Deko-Artikel: „Ich bin ein totaler Advents-und Weihnachtsfan und liebe es, zu dekorieren“, erklärte sie. Besonders die nordischen Wichtel hat sie in ihr Herz geschlossen, denn sie liebt Skandinavien: „Ich mag diese gemütliche, ruhige Art einfach gerne. Kürzlich war ich mit meinem Mann in Südschweden und habe dort die Wichtel entdeckt.“

Jetzt ist genau die richtige Zeit zum Nähen, meint Hazel Kiekbusch, die vor fünf Jahren mit ihrem Mann Rüdiger (70) aus Padenstedt nach Wasbek gezogen ist. Denn wenn es anfängt, draußen ungemütlich zu werden, geht sie ins Schlafzimmer an ihren großen, weißen Funktionsschrank, klappt den Nähtisch aus und lässt die Maschine rattern. „Dann hört und sieht man sie für ein paar Stunden nicht mehr. Aber ich freue mich für sie, weil ich weiß, wie gerne sie näht“, sagt ihr Mann.

Bevor die Wichtel fertig sind und ihre Beinchen von den Kommoden in der Wohnung baumeln lassen können, muss Hazel Kiekbusch filzen, nähen und kleben. Wie lange sie für einen Wichtel braucht, kann sie nicht genau sagen: „Die meiste Zeit bin ich so vertieft, dass ich gar nicht merke, wie die Stunden vergehen. Zwischendurch lasse ich meinen Blick aus dem Fenster schweifen, träume vor mich hin und mache dann weiter.“ Zurzeit warten rund 50 große und kleine Zipfelmänner auf ein neues Zuhause, denn die Hobby-Näherin fährt auch gerne Märkte an, um ihre zahlreichen Deko-Sachen zu anzubieten. „Die Sachen kommen gut an bei den Leuten, und das freut mich, denn so kann ich auch andere an meinem Spaß teilhaben lassen“, erklärt die Wasbekerin.

Schon als junges Mädchen hat sie das Basteln und Nähen geliebt. „Das hab ich von meiner Mutter“, meinte sie. Und während ihrer Zeit als Chefsekretärin bei der Firma Voigt war es ein wohltuender Ausgleich.

Auf den ersten Advent hat sich das Ehepaar zu Hause schon eingestimmt, mit selbstgemachten Adventskränzen und natürlich Wichteln.

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