zur Navigation springen

„Finanzierung ist sichergestellt“ : Wicherngemeinde bezahlt neuen Pastor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Gemeinde bringt 75 Prozent des Gehalts für die nächsten fünf Jahre selbst auf. Jugendliche und junge Erwachsene sollen profitieren.

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2015 | 18:26 Uhr

Neumünster | In der Wicherngemeinde in Faldera herrscht große Freude: „Seit zwei Jahren suchen wir eine Lösung, und nun ist sie gefunden“, sagt Pastor Christian Andersen. Voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres bekommt er eine Kollegin oder einen Kollegen. 75 Prozent des Jahresgehalts von rund 65  000 Euro trägt die Gemeinde selbst, den Rest übernimmt die Nordkirche. Die Synode am Mittwochabend hatte dafür grünes Licht gegeben (der Courier berichtete).

Die Wicherngemeinde ist nach der Andreasgemeinde mit Sven Warnk die zweite in Neumünster und die vierte im Kirchenkreis Altholstein, die auf diese Weise einen zusätzlichen Pastor erhält. Im Pfarrstellenplan stehen 1,25 Stellen für die Falderaner. „In der Regel wird die Viertelstelle durch einen Pastor aus anderen Gemeinden abgedeckt. Das bot sich hier nicht an“, erklärt Propst Thomas Lienau-Becker, Vorsitzender des Kirchenkreisrates. Der Pfarrstellenplan orientiert sich an vier Komponenten: der Zahl der Gemeindeglieder (Wichern: 3004), der Zahl der Amtshandlungen wie Geburten oder Konfirmationen, der Zahl der Wohnbevölkerung und der Anzahl der Kirchen. „Wenn die Gemeinden eine Eigenfinanzierung wünschen, wird das genau von uns geprüft. Schließlich sind die Pastoren Beamte und sollen zumindest für fünf Jahre in der Gemeinde bleiben“, sagt Lienau-Becker.

Das ist laut Pastor Christian Andersen sichergestellt. Er sieht keine Probleme bei der Finanzierung der Stelle: „Wir haben alles solide durchgerechnet. Bei uns gibt es viele Spender und einen tollen Förderverein.“ Geld ist zudem frei geworden, weil statt zwei nur noch ein Gemeindepädagoge eingestellt wird.

Vorrangige Aufgabe des oder der Neuen soll die Arbeit mit älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 25. Lebensjahr sein. Sie sollen die Bindung zur Gemeinde mit dem Eintritt ins Berufsleben nicht verlieren. „Die Wicherngemeinde ist eine einladende Gemeinde, das ist unser Motto. Konfirmanden erhalten künftig einen festen Ansprechpartner, der sie auch nach der Konfirmation weiter begleitet“, sagt Christian Andersen. Propst Lienau-Becker betont aber: „Das ist in einigen wenigen Fällen eine gute Lösung, soll aber nicht zum Grundprinzip der Kirchenarbeit werden.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen