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Tierpark Neumünster : Wetter verhagelt die Bilanz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Tierpark Neumünster schreibt erneut rote Zahlen. Nach der Bilanz 2012 wird auch die von 2013 negativ ausfallen.

Neumünster | „Wir haben am Ende ein kleines Minus in der Kasse“, erklärte gestern Dr. Peter Drüwa. Einmal mehr macht der Zoo-Chef das schlechte Wetter verantwortlich. Ostern und der zweite Teil der Sommerferien seien nass und kalt gewesen. „Das macht sich sofort bemerkbar“, sagte Drüwa, der die genauen Zahlen bei der Jahreshauptversammlung des Tierparkvereins am 10. März im Bistrorant vorstellen will.

Vor allem in den ansonsten besucherstarken Monaten April, August und September gab es Einbrüche. So kamen im April und September rund zehn Prozent und im August sogar 14 Prozent weniger Gäste als 2012. Ein etwas besserer Juni und vor allem das Dezember-Geschäft (plus 42 Prozent) sorgten am Ende dafür, dass die Besucherzahlen mit rund 155.000 auf Vorjahresniveau blieben. Im Rekordjahr 2009 schauten sich aber noch 185.000 Besucher die Elche, Waschbären und Seehunde an. „Uns fehlten 2013 zwei gute Sonntage mit insgesamt rund 5000 Besuchern, um aus dem Minus zu kommen“, sagt Drüwa.

Während auch die Mitgliederzahlen des Trägervereins weiter rückläufig sind, gab es bei den Dauerkarten und im Verkauf von Souvenirs deutliche Steigerungen. Hier machte sich ab September der neue Eingangsbau mit dem kleinen Andenken-Laden bemerkbar. „Der wird super angenommen. Die Kommunikation ist viel besser, der Umgang mit den Besuchern harmonischer und die Präsentation optimal“, sagt Drüwa.

Unterm Strich positiv wertet er auch eine Rabatt-Aktion über eine Internetplattform, bei der Familien-Tageskarten zu einem günstigen Preis abgegeben wurden. „Damit konnten wir neue Schichten erreichen“, meint Drüwa.

Während Zuchterfolge bei den Elchen, Waschbären, Zwergottern, Bibern, Murmeltieren und zuletzt den Liszt-Äffchen (der Courier berichtete) Anlass zur Freude gab, trauerten die Tierpfleger aber auch um drei bekannte Tierpersönlichkeiten. So starb nicht nur Altwolf Amoroc mit 13 Jahren, sondern auch Braunbärin Molly (29) und Seehund Bruno (39) mussten eingeschläfert werden. Beide waren weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. „Wir kümmern uns bereits um Nachfolge-Tiere“, sagt Drüwa.

Beim Ausblick auf 2014 steht die Rückkehr von Eisbär Kap (12) aus Hannover an oberster Stelle. Der Umbau seines Geheges ist weit fortgeschritten. Der Beton wurde entfernt und eine Naturlandschaft angelegt. Blickfänger sind aber die neuen Graffitis, die auf der einen Seite eine Tundren-, auf der anderen Seite eine Gletscher-Landschaft zeigen. Zwei Sprayer aus dem Kieler Umland haben das Kunstwerk geschaffen. Kap selbst soll bis Ostern sein neues Gehege beziehen.

Bis dahin könnte auch die Nachfolge von Peter Drüwa geregelt sein. „ Die Zusammenarbeit mit unserer Verwaltungschefin Viola Effenberger und Zooassistentin Verena Kaspari klappt prima. Ich bin guter Hoffnung, dass die Doppelspitze wie geplant bald tätig sein wird“, so Drüwa.

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erstellt am 04.Jan.2014 | 04:00 Uhr

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