Grossenaspe : Wetter schlecht, Besucherzahlen gut

Sie stehen gemeinsam für Nachhaltigkeit – auch im Wildpark Eekholt: Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck (von links), die Inhaberinnen Isabelle Mahnert und deren Großmutter Theda Hatlapa sowie die Leiterin der Wildparkschule Ute Kröger.
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Sie stehen gemeinsam für Nachhaltigkeit – auch im Wildpark Eekholt: Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck (von links), die Inhaberinnen Isabelle Mahnert und ihre Großmutter Theda Hatlapa sowie die Leiterin der Wildparkschule Ute Kröger.

Der Wildpark Eekholt zieht eine positive Bilanz. Die Bildungsaufgabe wird immer wichtiger: Kinder entfremden sich von der Natur.

shz.de von
13. Januar 2018, 10:00 Uhr

Grossenaspe | Ob es Bindfäden regnet, der Wind tobt oder die Sonne scheint – das Wetter tut der Beliebtheit des Wildparks Eekholt bei Großenaspe keinen Abbruch. Das wurde bei der Bilanz deutlich, die die Wildpark-Betreiber während des Neujahrsempfangs am Donnerstagabend zogen.

So teilte der Geschäftsführer Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck mit, dass im Jahr 2017 mit rund 252 700 Besuchern über 10 000 Menschen mehr in die Naturerlebnisstätte am Nordrand des Segeberger Forstes gekommen waren. Und das trotz der „ganz besonderen Wettersituation“, wie er erinnerte: „Das Jahr 2017 war zu nass, es gab zu wenig Sonne, und teilweise war es so stürmisch, dass wir den Park an drei Tagen vorsichtshalber schließen mussten.“

Die gute Resonanz führte von Schenck zurück auf die richtige „Eekholter Mischung“. So stieß auch im vergangenen Jahr das Thema Wolf auf ungebremstes Interesse. Das beliebte Wolfsgehege gibt es in diesem Jahr seit 25 Jahren. Auch neue Tiere lockten die Besucher an. So zogen nach fast zwei Jahren wieder Dachse in den Wildpark, und auch die Waschbären haben mit „Fritz“ und „Oskar“ zwei neue Gefährten bekommen. „Eine Gehegeerweiterung oder eine Zusammenführung der Dachse mit den Füchsen sind in Planung“, gab von Schenck bekannt. Ab diesem Jahr können Freunde von Greifvögeln im Park auch eine Falknerausbildung machen. Außerdem werden zurzeit einige Gehege – wie das der Fischotter, Steinmarder sowie der Störche – umgebaut. Aber auch eine traurige Nachricht hatte von Schenck: „Unser Rothirsch Gustav ist im Februar im hohen Alter von 19 Jahren verstorben. Wir haben am Gehege des Hauptrudels feierlich einen Gedenkstein für ihn aufgestellt.“

Besonders freute sich die Leiterin der Wildparkschule, Ute Kröger, über die gut besuchten Sonderveranstaltungen, wie die „Wikingertage“ über Pfingsten mit 13 000 Besuchern, die beliebten Dunkel-Munkel-Nächte und die Wildweihnacht. Allerdings stellt Ute Kröger auch immer wieder fest, wie stark Kinder sich von der Natur entfremden: „Die Berührungsängste nehmen zu, umso schöner und wichtiger, dass wir hier die Möglichkeit haben, dem etwas entgegenzusteuern.“ Sie wünscht sich mehrtägige Aufenthalte von Kindern, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Schulen. Da ist es gut, dass Eekholt 2017 erneut als Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit zertifiziert wurde. In diesem Sinne haben die Mitarbeiter ein Konzept entwickelt. „Sie können gespannt sein auf unsere Lehrschau, die in diesem Frühjahr eingeweiht wird“, versprach der Geschäftsführer.

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