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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 11:30 Uhr

Wertvolle Erfahrungen von den Nachbarn

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Angehende Erzieherinnen berichteten über ihre Praktika in Europa

von
erstellt am 13.Mär.2015 | 17:21 Uhr

Allen Gegenwartsproblemen zum Trotz: Unsere Zukunft liegt in Europa. Davon ist man jedenfalls an der Elly-Heuss-Knapp-Schule fest überzeugt. Seit 18 Jahren gibt es hier die Europaklasse, seit 18 Jahren schwärmen angehende Erzieher der Schule in alle Himmelsrichtungen aus, um in Deutschlands engsten Nachbar- und Partnerländern Erfahrungen zu sammeln. Auslandspraktika sind für die Europaklasse der Fachschule für Sozialpädagogik eine angenehme Pflicht, lässt sich doch oft viel abgucken,wie es die Nachbarn vielleicht besser machen.

Von diesem Wissen will man an der Schule auch andere profitieren lassen: Unmittelbar bevor weitere 27 angehende Erzieher zu ihrem dreimonatigen Einsatz in zehn europäische Staaten starten, hatte die Schule jetzt zu einem Erfahrungsaustausch mit Studenten eingeladen, die ihre Praktika bereits hinter sich haben. Als besonderer Gast lauschte auch die Europaabgeordnete Ulrike Rodust (SPD) den Schülern.

Gerade der Perspektivwechsel, der Sprung von einem zum anderen Bildungssystem, würde die Schüler und Studenten eine gutes Stück voranbringen, unterstrich Schulleiter Jörg Leppin den besonderen Wert des Europaprojekts. Ulrike Rodust griff einen anderen Aspekt auf: „Dieses Europa ist das Beste, was auf die Beine gestellt wurde, um den Frieden zu erhalten“, sagte die Europa-Politikerin. Der Friede müsse aber verteidigt werden. Im EU-Parlament säßen 20 Prozent Rechte und stören. „Ihre Generation muss dem entgegenwirken“, forderte sie die Schüler auf.

Die angehenden Erzieherinnen Lina Koerber, Annkathrin Radtke, Svenja Saß, Bianca Schulz, Anna Kinnemann und Gesa Flessau berichteten über ihre Erfahrungen und Erlebnisse in verschiedensten Kindereinrichtungen in London, Mailand, Kuopio (Finnland) und Rom. Die Partnereinrichtungen im Ausland hätten ihnen viel Freiraum gelassen, eigene Ideen einzubringen und eigene Aktivitäten zu planen oder Projekte umzusetzen, berichten sie übereinstimmend. Umgekehrt habe sich reichlich Gelegenheit ergeben, völlig neue Sichtweisen auf Kindererziehung kennenzulernen – oder auch deren Sinn zu diskutieren.

Fast alle Schüler, die bereits einen Auslandseinsatz hinter sich haben, zeigten sich überzeugt, dass dies ihre Ausbildung bereichert und ihre Persönlichkeit geschult habe.



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