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Sanierung : Werkhalle: Juwel oder Millionengrab?

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

SPD fordert einen Entwicklungsplan für das Areal rund um den Kulturtreff

von
erstellt am 23.Apr.2016 | 09:30 Uhr

Neumünster | Spätestens seit auch der Kunstflecken die Werkhalle am Meßtorffweg als reizvoll-morbide Spielstätte entdeckt hat, gilt die ehemalige Maschinenhalle als wertvoller Kulturtreff. Ob sie das auf Dauer bleiben kann – darüber ist die Politik offenbar noch uneins.

Im Bauausschuss prallten dazu am Donnerstagabend erneut ganz unterschiedliche Meinungen aufeinander. Während Elke Christina Roeder (SPD) die 1952 erbaute Industriehalle als „kleines Juwel mitten in der Stadt“ beschrieb, das man eigentlich nur mit ein wenig Geschick zu neuem Leben erwecken könnte, warnte Thomas Michaelis (CDU) davor, „in ein derartig marodes Gebäude zu viele Millionen zu stecken“. Dennoch folgte die CDU dem Vorschlag Roeders, die Zukunftschancen des Gebäudes samt Umfeld mit einem Entwicklungskonzept ausloten zu lassen.

Zugleich soll die Stadt die Kosten der anstehenden Sanierungen für die nächsten Jahre auflisten. Die Kosten für die anstehende Dachsanierung hatten in der vergangenen Woche noch zu einem heftigen Parteienstreit geführt. Während die CDU sich über den Kostenvoranschlag von 1,3 Millionen Euro öffentlich entsetzt zeigte, konterte die SPD, der Sanierungsbedarf sei seit Jahren bekannt.

Die Werkhalle am Meßtorffweg dient derzeit unter anderem als Ausstellungslager für das Textilmuseum. Im südwestlichen Flügel ist die Studio-Bühne der Niederdeutschen Bühne (NBN) untergebracht. Große Teile der Werkhalle sind ohne weitere Wärmeisolierung.

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