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Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 03:34 Uhr

Nordjob Bau : Werben um den Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Unter dem Motto „Faszination Bauberufe“ informierten sich mehr als 1200 Schüler auf der Messe.

von
erstellt am 11.Sep.2015 | 09:00 Uhr

Neumünster | Bei der Firma Krebs & Suhr ist die Nachwuchswerbung Chefsache: Geschäftsführer Frank Schlemmer war sich nicht zu schade, Schüler auf der Nordjob Bau über die Ausbildungsberufe des Straßenbauers, Baugeräteführers und Rohrleitungsbauers zu informieren.

Bereits zum vierten Mal war die Nordbau gestern auch Berufsfindungsmesse. Unter dem Motto „Faszination Bauberufe“ kamen wieder mehr als 1200 Schüler. Die Jugendlichen hatten dabei ganz praktische Fragen. Leonard Schwarz (16) fragte ganz konkret nach der Höhe der Ausbildungsvergütung, die bei den Rohrleitungsbauern bei 600 Euro beginnt und sich bis auf 1000 Euro im 3. Lehrjahr steigert. Mohamed Sylla (17), ebenfalls im ausbildungsvorbereitenden Jahr im RBZ Steinburg, interessierten die Aufstiegschancen.

„Die sind im Bauhauptgewerbe super, aber man muss an sich arbeiten“, erfuhren die Schüler von Schlemmer. Die Nordjob Bau nannte er eine gute Veranstaltung, um für das Bauhandwerk zu werben. „Das wird zunehmend schwieriger. Die Anzahl der Bewerber geht zurück“, so Schlemmer.

Wie Krebs & Suhr waren auch die Stadtwerke auf der Galerie in Holstenhalle 1 präsent. „Wir sind seit der ersten Nordjob Bau dabei“, sagte SWN-Ausbildungsleiterin Erna Husser. Die SWN-Azubis wie der angehende Elektroniker Nico Barckmann berieten dabei die Schüler. „Das ist unser Konzept, Infos auf Augenhöhe. Unsere Azubis können viel besser berichten, was sie machen“, so Husser. 154 Gespräche kamen in sechs Stunden zusammen.

Die Erfahrungen der Stadtwerke mit der Berufsfindungsmesse auf der Nordbau sind gut. „Viele Schüler bewerben sich im Anschluss um ein Praktikum“, so Husser. Eine Ausbildung im Handwerk kann sich etwa Tabea Kuhlmann von der Wolfgang-Borchert-Schule aus Itzehoe gut vorstellen. „Elektronik oder Feinmechanik. Ich habe schon einige Betriebe besichtigt, und hole mir hier auf der Nordbau zusätzliche Informationen“, sagte die 16-Jährige.

Nebenan bei Michel Bau informierten Michael Renzmann und Stephan Lill über die Berufe der Kanal- und Straßenbauer, aber auch die bei Michel angebotene Ausbildung zu Industriekaufleuten. „Wir alle wollen duschen, baden, Wäsche waschen, Strom, Gas und Wasser. Da muss sich jemand kümmern“, so Lill.

Alle redeten vom Mangel an Ausbildungsplätzen. „Wir merken davon leider nicht viel, sondern haben Probleme, unsere Lehrstellen zu besetzen“, sagte Lill. Michel Bau habe immer ausgebildet und im Schnitt drei Viertel seiner Azubis auch übernommen. Die Vergütung schon während der Lehre kann sich auch hier sehen lassen. Sie steigt von 703 Euro zu Ausbildungsbeginn über 966 auf 1263 Euro.

Mit einer kleinen Außenstelle seines Berufsinformationszentrum war auch die Agentur für Arbeit vor Ort. „Wir bilden ja auch selbst aus, etwa Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen oder Bachelor-Studenten“, sagte Berufsberaterin Angelika Stöltera, die auch ganz allgemein zu Fragen der Ausbildung beriet und Tipps zu Bewerbungsmappen gab.  

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