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Familienrennen : Wer zu schnell ist, fliegt aus der Kurve

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Northland-Racecenter am Haart lieferten sich die Besucher ein Wettrennen auf der 34 Meter langen Carrerabahn.

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2017 | 17:00 Uhr

Neumünster | Im Affenzahn um die Kurven flitzen und dafür noch belohnt werden: Diesen Traum lebten am Pfingstsonntag gut 40 Besucher beim Carrerabahn-Rennen im Northland-Racecenter (NRC) am Haart aus. Zwölf Starter machten dieses Mal beim monatlich ausgerichteten „Family-Race“ mit und versuchten, mit ihren ferngesteuerten Plastikflitzern die etwa 34 Meter lange Kunststoffbahn in fünf Minuten möglichst häufig zu umrunden.

„Das Schwierige sind die Kurven, man darf nicht zu schnell sein, sonst fliegt man aus der Kurve“, erklärte Moritz (9), der sich zum ersten Mal als Pilot eines ferngelenkten Renners erprobte. Etwas Erfahrung brachten die Brüder Pepe (10) und Fiete Beil (7) mit. „Wir sind zum zweiten Mal hier und in der vergangenen Woche haben die Jungs zu ihren Geburtstagen eine eigene Carrera-Bahn geschenkt bekommen“, erklärte Mutter Andrea Beil. Sie betätigte sich zusammen mit ihrem Mann Lars als Streckenposten, stellte also die in den Kurven umgekippten Fahrzeuge schnell wieder in eine der sechs Spuren.

„Anfänger brauchen für eine Runde etwa 9,3 Sekunden, bei Profis sind es ungefähr 8,5 Sekunden“, erklärte Michael Kramer (45). Er betreibt als Kleinstunternehmer das NRC, in dem sich eine Interessengemeinschaft von etwa 20 Leuten regelmäßig trifft. Männer und Frauen zwischen 16 und 65 Jahren spielen auf der Carrerabahn und der 35 Meter langen Holzbahn, die in dem 300 Quadratmeter großen Bereich hinter dem Statt-Theater aufgebaut sind.

„Es ist das Jagdfieber, man will immer schneller sein als beim letzten Mal“, sagte Bernd Scheinemann (56). Der Rostocker Außendienstler macht regelmäßig „Boxenstopp“ im NRC, wenn er seine Tochter in Kiel besucht. „Das ist hier eine besonders schöne Strecke, die liebevoll gestaltete Dekoration gibt ein besonderes Flair. Das findet man nicht überall“, sagte Scheinemann, der sein eigenes Fahrzeug mitgebracht hatte. Vor drei Jahren hat er sein Jugendhobby wieder entdeckt und schätzt neben den Rennen auch das Basteln: „Die Rohkarosse muss mit Klarsichtteilen ausgestattet und lackiert werden. Und ein besonderer Moment ist die sogenannte ‚Hochzeit‘, wenn der Fahrzeugunterbau mit der Karosse verklebt wird.“ Eine kostspielige Angelegenheit, denn ein Auto für die Slotcar-Bahn aus Holz kann bis zu 500 Euro kosten.

Bei den Familienrennen, die immer am ersten Sonntag eines Monats stattfinden,werden die Fahrzeuge und Regler bereitgestellt.

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