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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 15:19 Uhr

Boostedt : Wer kennt die alte Familien-Bibel?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Erich Rupnow aus Boostedt sucht Nachfahren der Familien Meßtorff und Jensen. Sie sind in der alten Heiligen Schrift erwähnt.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2015 | 13:00 Uhr

Boostedt | Der Boostedter Erich Rupnow (75) fahndet zurzeit nach Nachfahren der Familien Meßtorff und Jensen, die sich unter Umständen für eine alte Bibel interessieren, die sich seit einigen Jahren in seinem Besitz befindet.

Da seine eigenen Nachforschungen bisher keinen Erfolg hatten, wendete sich Rupnow nun an den Courier. „Ich möchte den Nachfahren die Existenz dieser Bibel nicht vorenthalten. Denn vielleicht betreibt ja jemand in den Familien Ahnenforschung, sodass diese Notizen hilfreich sein könnten“, begründet Erich Rupnow seine Suche.

In der Heiligen Schrift aus dem Jahr 1875 sind zahlreiche persönliche Einträge zu Mitgliedern insbesondere der Familie Jensen vermerkt. „Ich habe lange Jahre Bibeln gesammelt. Die betreffende, gut erhaltene Ausgabe habe ich auf einem Flohmarkt erworben. Doch ich habe mich lange Zeit nicht näher damit beschäftigt“, erzählt Erich Rupnow. Bei näherer Betrachtung sei ihm jedoch nun vor Kurzem aufgefallen, dass die Bibel mit ihren Einträgen zu Geburten und Sterbedaten sowie auch durch die Kennzeichnung zahlreicher Bibelstellen wohl ein sehr persönliches Buch gewesen sei, dass häufig benutzt wurde. Auch ein liebevoll selbst gesticktes Lesezeichen sowie weitere handschriftliche Anmerkungen habe er zwischen den Seiten gefunden.

„Gehört hat die Bibel augenscheinlich seit 1880 einer Margarethe Meßtorff aus Neumünster. Möglicherweise hat sie sie zur Konfirmation geschenkt bekommen. Denn als Geburtsdatum ist der 29. Dezember 1867 vermerkt“, vermutet Rupnow.

„Geheiratet hat Margarethe Meßtorff schließlich einen Peter Jensen, der am 2. Dezember 1856 in Ansacker (Mittelangeln) geboren wurde. Das Datum der Hochzeit fehlt hier allerdings. Weitere Eintragungen gelten unter Umständen den gemeinsamen Kindern. Die Eintragungen zu Peter, Gretchen, Eduard, Sophie, Ingeburg Marie und Hans Jensen beziehen sich auf die Jahre 1890 bis 1897. Theoretisch ist es deshalb sogar möglich, dass einer dieser Menschen noch lebt“, berichtet der Boostedter weiter.

Rupnow geht es bei seiner Suche allerdings nicht um die Rückgabe oder die Veräußerung der Bibel. Denn diese möchte er der Landesbibliothek in Kiel zur Verfügung stellen. „Aber unter Umständen hat ja ein Nachfahre Interesse an einzelnen Kopien“, erklärt er.

Hinweise und Fragen sollten Interessierte unter der E-Mail-Adresse kiparu@t-online.de an Erich Rupnow richten.

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