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Kinder- und Jugendbuchwochen : Wenn das Internet zur Gefahr wird

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Autor Thomas Feibel las in der Kinder- und Jugendbücherei vor Wilhelm-Tanck-Schülern aus seinem Werk „Like me“.

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erstellt am 15.Nov.2014 | 07:30 Uhr

Neumünster | Eine Lesung vor Kindern und Jugendlichen ist eine Herausforderung – das weiß auch der Berliner Autor Thomas Feibel. Anlässlich der 31. Kinder- und Jugendbuchwochen in Schleswig-Holstein hatte die Stadtbücherei den 52-Jährigen eingeladen, Auszüge aus seinem Werk „Like me“ vorzustellen.

Um die Konzentration bei den Sechst- und Achtklässlern der Wilhelm-Tanck-Schule hoch zu halten, bezog der Autor die Schüler von Beginn an in seine Lesung ein. „Wer von euch hat ein Smartphone?“, fragte Feibel, und zahlreiche Finger schossen in die Höhe. Damit hatte er bereits die Brücke zum Inhalt seines Buches geschlagen. Es handelt von vier jungen Menschen, die das Ziel haben, Moderator einer Internet-Show zu werden. Dafür müssen sie in einem sozialen Netzwerk durch witzige und skurrile Fotos und Videos möglichst viele Sympathiepunkte sammeln und liefern sich einen Wettstreit, der komplett ausartet.

Welche Gefahren der Umgang mit sozialen Netzwerken birgt, versuchte Feibel seinem jungen Publikum anhand zahlreicher Beispiele zu verdeutlichen: „Seid vorsichtig, welche Informationen ihr von euch preisgebt. Wenn ein Foto erstmal im Internet kursiert, wird es schwer, die Verbreitung zu stoppen.“

Neben seiner Tätigkeit als Autor testet der Medienexperte Computer-, Konsolen- und Handyspiele. Ein Dorn im Auge ist ihm, dass es bei vielen Spielen nicht mit dem reinen Anschaffungspreis getan ist. „Für viele Aktionen innerhalb des Spiels müssen kleine Beträge gezahlt werden, die sich schnell summieren“, sagte er und gab ein praktisches Beispiel. „Stellt euch vor, ihr leiht euch ein Buch aus und die letzten Seiten fehlen. Und die Bibliothekarin sagt: ‚Wenn du den Rest lesen willst, kostet das fünf Euro‘“.

Feibel empfahl den Schülern, sich im Internet nie unter Druck setzen zu lassen, leichtfertig Geld auszugeben oder zu viele Informationen preiszugeben: „Ich möchte, dass ihr im Internet euren Spaß habt, aber immer auf der sicheren Seite seid.“ „Nachbar“ auf dieser Seite

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