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Kriminalitätsstatistik : Weniger Straftaten im Kreis Plön

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Kreis gilt als der sicherste im ganzen Land. Überdurchschnittlich oft fallen Jugendliche und Heranwachsende auf.

von
erstellt am 06.Apr.2017 | 17:00 Uhr

Plön | Die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten im Kreis Plön hat sich im Jahr 2016 erneut reduziert. Das gab Thomas Bauchrowitz, Chef der für den Kreis Plön zuständigen Polizeidirektion in Kiel, gestern bekannt.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert um 3,1 Prozent heruntergegangen und befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Insgesamt wurden 5671 Straftaten bekannt. Die Aufklärungsquote liegt mit 49 Prozent über dem Wert des Vorjahres (47,6 Prozent). Der Kreis Plön weist somit erneut die niedrigste Kriminalitätsbelastung in ganz Schleswig-Holstein auf und hält lediglich einen Anteil von 2,75 Prozent an der Gesamtkriminalität im Land. „Der Kreis Plön gilt demnach als der sicherste im ganzen Land“, sagt Behördenleiter Thomas Bauchrowitz.

Dennoch hat es im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls einen Anstieg von 307 auf 372 Taten gegeben. Als Besonderheit gilt hier allerdings, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser Taten nicht 2016, sondern in der zweiten Jahreshälfte 2015 verübt wurde. Da es sich um eine Ausgangsstatistik handelt, sind diese Vorgänge erst nach Abschluss der Ermittlungen im Jahre 2016 erfasst worden. Die Aufklärungsquote konnte von 7,5 Prozent auf 11,8 Prozent gesteigert werden.

Behördenleiter Thomas Bauchrowitz appelliert erneut an die Bürger, Auffälligkeiten und Beobachten sofort über 110 der Polizei zu melden. „Nur durch eine möglichst schnelle Fahndung können Tatverdächtige auf frischer Tat festgenommen werden“, sagt der Leitende Kriminaldirektor. Auch im Bereich der Rohheitsdelikte hat es einen Anstieg von 721 Taten in 2015 auf nun 895 Taten gegeben. Darin enthalten ist ein Anstieg der Raubtaten von 18 auf 31 sowie ein Anstieg der Körperverletzungen von 529 auf 651. Dennoch liegen die Rohheitsdelikte auf dem drittniedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Die Mehrheit der Taten hat sich in den größeren Städten Preetz, Plön und Schwentinental ereignet.

Diebstahlsdelikte haben mit 45 Prozent erneut den größten Anteil an den bekannt gewordenen Straftaten im Kreisgebiet. Die Zahl der Drogendelikte ist 2016 auf 190 Taten gesenkt worden, das sind 50 weniger als im Vorjahr. 143 der Anzeigen stehen in Zusammenhang mit Cannabisprodukten. Wie in den Vorjahren gab es keinen Drogentoten im Kreis Plön.

Insgesamt konnten 2016 2389 überwiegend männliche Tatverdächtige (77,7 Prozent) durch die Polizisten im Kreis Plön ermittelt werden. Knapp ein Drittel von ihnen war bereits durch Straftaten aufgefallen. Jugendliche und Heranwachsende, die zusammengefasst 7,7 Prozent der Bevölkerung im Kreis Plön ausmachen, sind für 23,11 Prozent der Straftaten verantwortlich. Dieser überdurchschnittlich hohe Anteil wird bereits seit Jahren festgestellt und mit der entwicklungstypischen Phase junger Menschen erklärt. Jugendliche Intensivtäter hat die Plöner Kriminalpolizei seit mehreren Jahren im Blick, und auch bei den einzelnen Polizeidienststellen ermitteln spezialisierte Jugendsachbearbeiter. 














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