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Schleswig-Holstein Musik Festival : Weltstar Grubinger probte gut gelaunt

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei der Generalprobe für das SHMF-Konzert gab der Künstler sich locker / Konzerte in Neumünster empfindet er schon als Familientreffen

shz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 08:30 Uhr

Neumünster | „Liebe Leute, wir machen ein paar Breaks, ta-ta-taaa-taaa, dann marschieren wir hinein“: Luis Ribeiro trommelte den Rhythmus vor, etwa 50 junge Musiker trommelten ihn nach – und dann marschierte die Samba-Truppe hinter ihm mit einem ohrenbetäubenden und temperamentvollen Klanggewitter in die noch leere Holstenhalle hinein. Mit Feuereifer wurde gestern Nachmittag geprobt. Mittendrin, entspannt, lässig, gut gelaunt: Percussion-Weltstar Martin Grubinger (34), der am Abend beim Schleswig-Holstein Musik-Festival (SHMF) mit seinem „Percussive Planet Ensemble“ und den „wilden 80“ in der Holstenhalle auftrat.

Die „wilden 80“ sind Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 19 Jahre, die gerade einen spannenden und prall gefüllten Workshop in Elmshorn hinter sich haben. Nach den getrillerten Kommandos von Luis Ribeiro trommelten sie auf den großen Surdus, den kleinen Caixas und den Tambourinen, was das Zeug hielt. Mit Samba-Rhythmen, die durch Bauch und Herz gingen und die Halle bis zum letzten Winkel ausfüllten, marschierten sie auf die Bühne. Am Ende kam Grubingers freundliche Ansage: „Wenn der Applaus vorbei ist, spielen wir keinen Ton mehr, wir wollen das ganz professionell machen.“ Denn lampenfiebrige junge Percussionisten auf so ein Konzert vorzubereiten, klappt vor allem so: „Das geht alles über die Freude, die Begeisterung, die Leidenschaft.“ Grubingers Wunsch für diesen Abend: „Dass die Kids es so richtig genießen können, vor diesem Publikum, vor 3000 Zuschauern auf dem größten deutschen Musikfestival zu spielen und dass sie es verstehen, dass wir hier eine Party feiern können.“

Es ist bereits das fünfte Konzert des österreichischen Superstars in Neumünster. Für die renovierte Holstenhalle 1 hat er nur Lob: „Das ist klasse, richtig schön geworden, auch und vor allem die Akustik – das ist ein Saal, den man ohne und mit Verstärker bespielen kann. Hier zu spielen, ist ja für mich schon eine Tradition, fast wie das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Neumünster ist für mich wie eine kleine musikalische Heimat, und dieses Konzert ist wie ein Familientreffen.“

Für die Verpflegung während der Proben standen hinter den Kulissen die Ehrenamtlichen des SHMF-Beirats parat: Ulrike Gripp, Siegrun Melzer, Inge Pauschardt, Ursel Schmidt, Elke Timm und Annelies Horn servierten mundgerecht kleingeschnippelte Äpfel, Melonen, Bananen und abends dann Würstchen. Martin Grubinger schätzt auch das an Neumünster: „Ich fühle mich gut aufgehoben. Ich kenne die Gesichter, das ist ein eingeschworener Clan, der sich hier um unser Wohl kümmert.“ Und wie bereitet sich Martin Grubinger persönlich auf so ein wichtiges Konzert vor? Er lacht: „Ein bisschen scherzen mit den Kollegen, Musik hören, Warm-up – und zehn Minuten vor dem Konzert wasche ich Haare und putze mir die Zähne zum Wohlfühlen.“

Über das Konzert berichtet der Courier in seiner morgigen Ausgabe.

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