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Nach Tod von Hundemutter : Welpen wohlauf - dank Hunde-Amme Nelly

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Acht Welpen der verstorbenen Berner Sennenhündin Cora sind wohlauf. Dank der Ammen-Hündin Nelly. Jetzt werden die Kleinen mit Fläschchen gefüttert.

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erstellt am 25.Mai.2013 | 05:32 Uhr

Neumünster | Die Stimmung bei Familie Bußkamp ist zweigeteilt. Die Besitzer der Berner Sennenhündin Cora, die vor über zwei Wochen nach der Geburt ihrer elf Welpen starb, trauern um ihren Liebling. Seit einer Woche sind sie von ihrem Spanien-Urlaub zurück - der am Ende kein Urlaub mehr war. Besonders Marina Bußkamp ging es schlecht. Aber auch ihrem Mann Matthias sieht man an, wie er unter dem Verlust der Hündin leidet. Die gute Nachricht ist: Hunde-Amme Nelly hat einen super Job gemacht. Alle acht überlebenden Welpen sind putzmunter. Inzwischen haben alle Hundebabys die Flasche angenommen. Die gesamte Familie macht Fütterungsschichten rund um die Uhr.
"Es war total komisch, wieder zurück zu kommen. Cora war unsere Prinzessin, sie durfte alles. Vor allem meinem Vater Jan lag sie am Herzen. Sie hat Pfötchen gegeben, erkannte, ob an der Tür Freunde oder Fremde waren. Wir vermissen sie sehr", sagt Marina Bußkamp traurig. Die Hundebesitzerin lenkt sich durch die Aufzucht der Welpen ab. Die Fotos von Cora sind von der Wand abgehängt.

Familie im Welpeneinsatz


Die Kleinen haben auf über 700 Gramm Körpergewicht zugelegt, nuckeln bereits 35 Milliliter pro Mahlzeit. Einige machen bereits erste Gehversuche, bei einigen öffnen sich die Augen einen kleinen Spalt. "Unser großer Dank geht an Yvonne Gerlach und ihre Amme Nelly, aber auch an unsere Schwiegereltern", sagt Matthias Bußkamp.
Der Bodenleger, beschäftigt bei der Firma Fußboden Böhm an der Boostedter Straße, hat von seinem Chef ein paar Tage frei bekommen. "Er hatte selbst einen Hund, der dann gestorben ist", sagt Matthias Bußkamp. Seine Frau Marina ist tagsüber ebenso wie seine Mutter Helma Kopplin (74), die Söhne Jannik und René, die Schwiegereltern Birgit und Jan Udinga und seine Schwägerin Jannie Udinga im Welpeneinsatz.

Welpen sollen vermittelt werden


Demnächst sollten die Hundebabys anfangen, eigenständig zu trinken. Die Familie bekommt immer noch Anrufe von Hundefreunden, auch viele, die einen kleinen Sennenhund nehmen wollen. "Dafür ist es noch zu früh. Wir wollen sie nicht auseinanderreißen, sie sollen gemeinsam sozialisiert und geprägt werden", betont Matthias Bußkamp.
Ab dem Alter von acht Wochen können die Welpen vermittelt werden. "Wir vermitteln nur an sachkundige Halter und werden auch weiter verfolgen, wie es ihnen geht", betont das Ehepaar. Ihr jetziges Sorgenkind ist Jack, der Hundevater. "Er sucht Cora, frisst nicht, bekommt jetzt Vitaminpaste und Leckerlis. Aber das normale Futter rührt er nicht an", sagt das Paar bedrückt. Sie konzentrieren sich auf die Welpen: "Wir sind es unserer Hündin schuldig, dass wir sie jetzt groß ziehen."
Zwei von ihnen haben schon einen Namen. Aron ist ein Männchen, der von der Zeichnung her seiner Mutter ähnlich sieht. "Ihn wollen wir als Erinnerung an Cora behalten", sagen die Bußkamps. Rüdiger ist der zweite Welpe. Ihn bekommt Yvonne Gerlach - als Dankeschön für den lebensrettenden Ammen-Einsatz. Benötigt wird jetzt altersgerechtes Welpenspielzeug und Spenden für das kostspielige Welpenfutter. Wer helfen möchte, meldet sich bei der Familie unter Tel. 04321-9018765.
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