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Hunde-Diebstahl : Welpe Isis ist wohlbehalten zurück

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Happy End für die zehn Wochen alte Hündin Isis. Sie war am Wochenende aus der Tierauffangstelle gestohlen worden. Nun half der Zufall, das Tier zu finden.

Neumünster | Aufatmen in Neumünster: Die am vergangenen Wochenende aus der Tierauffangstelle gestohlene zehn Wochen junge Mischlingshündin Isis ist wieder da. „Kommissar Zufall“ half, das Tier in der Nacht zum 4. August in die Obhut der Tierauffangstelle zurück zu bringen, teilte die Polizei mit.

Kurz vor Mitternacht am 3. August wurden Polizeibeamte wegen eines Streits in die Moltkestraße gerufen worden. Während der Streitigkeiten wurden die 20-jährige Mieterin und ihr 16-jähriger Mitbewohner von anderen Anwesenden des Welpendiebstahls bezichtigt. Als die Beamten konkret nach dem Welpen fragten, gaben die beiden das Tier freiwillig heraus.

Der Diebstahl eines Hundes ist laut Pressesprecher Sönke Hinrichs eine Straftat und wird mit Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren geahndet.

Im Neumünsteraner Tierheim herrschte Fassungslosigkeit und Empörung nach dem Diebstahl: Am Sonntagnachmittag wurde das zehn Wochen alte Hundebaby Isis gestohlen, das mit seiner Hundemutter Inka seit 14 Tagen in der Tierauffangstelle an der Geerdtsstraße lebte. „Es ist eindeutig ein Diebstahl. Ich habe Anzeige bei der Polizei erstattet. Alle machen sich jetzt Gedanken, wie es dem kleinen Hund geht“, sagt Gisela Bünz, die Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Inka, die Hundemutter, vermisste ihre Tochter, schaute immer wieder in die Ferne, suchte in der Box. Am Sonntagnachmittag hatte die Mitarbeiterin Gritje Mikisch bemerkt, dass der Welpe nicht bei seiner Mutter war. Erst dachte sie, er sei vermittelt worden. Sicherheitshalber rief sie bei ihrer Chefin an. Die eilte zum Tierheim, suchte mit Gritje Mikisch das ganze Gelände ab. „Es hätte ja auch sein können, dass die Kleine irgendwo falsch einquartiert wurde. Dann aber wurde klar, dass Isis gestohlen wurde. Die Stimmung war schlimm. Ich hatte eine schlaflose Nacht, habe mich gefragt, was das für Menschen sind“, sagt Gisela Bünz.

Hundemutter Inka schaut suchend umher und vermisst ihre kleine Tochter. Gassigeherin Karin Petersen aus Boostedt umsorgt die Hündin.
Hundemutter Inka vermisste ihre kleine Tochter. Gassigeherin Katrin Petersen umsorgte die Hündin. Foto: Vaquette
 

Die Ungewissheit, wo der kleine Hund gelandet sein konnte, war für sie am schlimmsten. „Notfalls kann die kleine Hündin auch schon ohne ihre Mutter, wenn man alles, vor allem die Ernährung, fachgerecht macht. Aber die Mutter kann nicht ohne ihren Welpen. Sie hat jetzt Milchstau“, sagt Gisela Bünz.

Die etwa dreijährige Dackelmischlings-Hündin Inka wurde vor 14 Tagen von Tierschützern aus dem Kreis Plön als Notfall ins Tierheim gebracht – mit zwei Welpen, von denen einer schon vermittelt wurde. Die Hündin war aus schlechten Verhältnissen gerettet worden, konnte aber nicht länger untergebracht werden.

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erstellt am 04.Aug.2015 | 07:45 Uhr

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