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Bürger dürfen abstimmen : Welches Denkmal darf es sein?

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Oberstufenschüler stellen sechs Entwürfe für Kunstwerke zum Nachdenken vor. Ein „Denkzeichen“ soll verwirklicht und in der Stadt aufgestellt werden

von
erstellt am 09.Mär.2015 | 17:12 Uhr

Neumünster | Das ist mal eine neue Idee: Neumünster bekommt ein neues Denkmal – wenn auch nur auf Zeit – und alle Neumünsteraner dürfen mit abstimmen, zu welchem Thema es zum Nachdenken anregen soll.

Sechs verschiedene Entwürfe haben Oberstufenschüler der Klaus-Groth-Schule in den vergangenen Wochen im Kunstunterricht entworfen, „Denkzeichen“ in denen sie aktuelle Themen, aufgreifen, die ihnen als junge Menschen besonders wichtig sind. Flucht und Vertreibung, das dramatische Gefälle von Arm und Reich oder der Hunger der Welt sind ebenso vertreten wie Massentierhaltung, der Segen des kulturellen Austauschs oder die vernetzte Welt.

Nils Jakubeit (16) und Felix Mordas (17) etwa haben in ihrem Modell eine gläserne Weltkugel zwischen sechs farbige Pfosten gehängt, die der Betrachter als Symbol für die Kontinente werten kann, die aber auch für die größten sozialen Netzwerke stehen könnten, die die Welt unter sich aufteilen. „Die Interpretation muss schon jeder für sich selber finden“, erklärt Felix Mordas. „Wir lassen bewusst breiten Raum.“

Willi Bühse von der Herbert-Gerisch-Stiftung, der das ungewöhnliche Projekt gemeinsam mit Kunstlehrerin Inge Pries angeschoben hat, hält alle sechs Modelle für gelungen: „Ich möchte nicht in der Haut der Jury stecken“, sagt er. Acht Experten, unter anderem aus dem Landesdenkmalamt, sollen einen Sieger küren. Denn nur ein Modell kann realisiert werden und soll dann an einem öffentlichen Ort in der Stadt aufgestellt werden. Welches das ist, dürfen auch die Besucher mitbestimmen, die die Modelle noch bis Donnerstag, 12. März, im Rathaus bewundern können. Wahlzettel liegen aus.

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