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13. Dezember 2017 | 16:29 Uhr

Thomas Krampfer : Weitblick im Moor zur Erholung

vom

Thomas Krampfer von den Grünen liebt in seiner Freizeit ausgedehnte Spaziergänge, das Radfahren und besondere Kinofilme.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 07:40 Uhr

Neumünster | "Mein Hobby ist die Politik. Ich bin Feierabendpolitiker. Davon muss ich mich nicht erholen", sagt Thomas Krampfer (54) von den Grünen und lacht. Doch wenn er den Kopf mal frei bekommen möchte, zieht es den Neumünsteraner zum Wandern. Zuhause in Neumünster sind das dann ausgiebige Spaziergänge im Dosenmoor. Meist ist seine Frau Urte (54) an seiner Seite. "Am Einfelder See ist mir oft zu viel Trubel. Das ist so ein Grüß-Gott-Weg, wo man ständig jemandem begegnet", sagt Krampfer. Im Dosenmoor hingegen findet er garantiert Ruhe.

Seine Lieblingsstrecke dort dauert ungefähr anderthalb Stunden. "Ich liebe den Weitblick an einigen Stellen. Das wirkt beruhigend, man kann sich hier regelrecht satt sehen", beschreibt er die Wirkung der Moor-Landschaft. Fauna und Flora rechts und links des Weges spielen kaum eine Rolle. "Ich hab’ da wenig Ahnung. Auch wenn ich bei den Grünen bin", gibt er zu. "Das sind eher so Gedanken-Spaziergänge, die meine Frau und ich hier unternehmen."

Das Dosenmoor kennt der gebürtige Neumünsteraner bereits seit Jugendtagen. "Im Biologieunterricht haben wir hier schon Sonnentau suchen müssen", erinnert sich der studierte Diplom-Soziologe, der als Lehrer an der Elly-Heuss-Knapp-Schule angehende Erzieher unterrichtet. Schätzen gelernt hat er das Areal jedoch nicht bei Schul-Exkursionen, sondern mit einem Kumpel aus Einfeld. "Wir haben uns als Jugendliche gern hierher zurück gezogen. Hier gab es für uns Jungs manches Abenteuer. Und beim Torfwerk, das damals noch in Betrieb war, war auch einiges zu sehen", erinnert er sich.

Den Weitblick, der ihm wichtig ist, findet der Kommunalpolitiker aus der Stadtmitte aber nicht nur im Dosenmoor. Mehrtägige Wanderungen und Radtouren mit seiner Frau schätzt er als Freizeitbeschäftigung ebenso wie Reisen. Weitblick, wenn auch im übertragenen Sinne, sucht das Paar außerdem im Kino. Große Hollywood-Produktionen interessieren dabei nicht. "Das Kommunale Kino Kiel sowie die Kinobühne nennt Krampfer "seine Spielstätten". "Leider habe ich in diesem Jahr nur einmal Karten für die Kinobühne bekommen", bedauert er.

Auch seine beiden Kinder sorgen immer für einen Blick über den Tellerrand, gerade weil sie schon eigene Wege gehen. Sohn Leo (23) studiert in Kiel, Tochter Wanda (19) steckt gerade im Abitur - "und drängt wohl danach in die Ferne", schätzt der Vater. "Ich freue mich, wie die beiden ihren Weg machen", sagt Thomas Krampfer.

Welchen Weg Neumünster in Zukunft einschlagen wird, beschäftigt ihn natürlich auch. Immerhin arbeitet er seit 1994 bei den Grünen mit, ist Mitglied seit 1996 und seitdem auch im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss. "Da wollte ich erst gar nicht rein", bekennt er rückblickend. Stattdessen war sein Ziel eigentlich der Sozialausschuss, erzählt Krampfer, der den Bauausschuss mittlerweile nicht mehr missen möchte. Das Mobilitätskonzept für die Stadt ist ihm unter anderem ein besonderes Anliegen. "Da muss jetzt Grund reinkommen", sagt Krampfer.

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