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Bauplanung : Weil sowieso gebaut wird: Kreisverkehr vor der Max-Johannsen-Brücke kommt

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vor zwei Jahren war der Vorstoß der CDU noch gescheitert, jetzt gab es eine überraschende Mehrheit im Bauausschuss.

Nun also doch: Die Kreuzung Sauerbruchstraße / Rendsburger Straße / Max-Johannsen-Brücke  soll zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. Das beschloss jetzt der  Bauausschuss  mit fünf gegen drei Stimmen.

 Der von Volker Matthiensen (BFB /Piraten) unterstützte CDU-Antrag fordert die Stadt auf, die Kreuzung neu zu planen und beim Land entsprechende Fördermittel für den Ausbau zu beantragen. In welcher Form der Kreisel  anzulegen ist und welche Kosten durch den Umbau  auf die Stadt zukommen, ist  noch offen.

Auslöser für den überraschend  eingebrachten Antrag ist offenbar der Sanierungsbedarf, den die Tiefbauverwaltung unlängst für die Kreuzung angekündigt hatte.  In ihrer Jahresvorschau der Baustellen hatten die Tiefbauer vor wenigen Tagen angekündigt, die Asphaltdecken vor und auf der Kreuzung voraussichtlich in diesem Frühjahr zu erneuern (der Courier berichtete).   Wenn die   komplette Kreuzung ohnehin  saniert werden müsse, sei die Gelegenheit günstig, über eine verkehrsgerechtere Lösung nachzudenken, argumentierte Ratsfrau Helga Bühse (CDU) im Ausschuss und erneuerte überraschend ihren Vorschlag, die Kreuzung zu einem zweispurigen Kreisel auszubauen.  Unterstützung bekam die CDU von BFB / Piraten, die möglichst viele Ampelkreuzungen in der Stadt abschaffen möchten.  SPD und Thomas Krampfer (Grüne) stimmten gegen den Antrag.

Helga Bühse verweist auf  gute Erfahrungen anderer Kommunen. Kreisel könnten den Verkehrsfluss an den zentralen Knotenpunkten deutlich verbessern, den Verkehr in die Innenstadt zügiger gestalten und seien zudem im Unterhalt deutlich günstiger als ein Netz von Verkehrsampeln. An der Rendsburger Straße seien die Voraussetzungen für einen Kreisel besonders günstig, weil   hier kaum Platzprobleme zu befürchten seien, sagte Helga Bühse.

 Vor zwei Jahren war die CDU mit ihren Kreiselplänen im Bauausschuss  noch gescheitert.  Damals warnten Verkehrsexperten vor dem Umbau:  Mit den Ampeln entfalle  auf der Kreuzung auch die Möglichkeit, die Verkehrsflüsse  gezielt zu steuern – etwa vor oder nach  Großveranstaltungen in der Holstenhalle längere Grünphasen zu schalten. Außerdem sei  ein Kreisel nur schwer in die grüne Welle  zu integrieren.

Helga Bühse hält diese Bedenken  für  übertrieben. Dort wo es machbar  sei, habe sich die Kreisellösung bislang  fast immer als Segen erwiesen. Statt immer neue Bedenken vorzutragen, solle die Verwaltung lieber ausarbeiten, wie es umzusetzen ist, sagte   Helga Bühse gestern.

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erstellt am 13.Feb.2014 | 17:04 Uhr

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