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Bordesholm : Weihnachtskonzert begeisterte 150 Besucher

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Musiker präsentierten das „Oratorium in Festum Nativitatis“ / Am Ende gab es viel Applaus

In Bordesholm wird die besinnliche Zeit jedes Jahr verlängert, wenn nämlich die Klosterkirchenkantorei am Jahresende ihr traditionelles Weihnachtskonzert aufführt. Am Montagabend war es wieder soweit. Kantor und Chorleiter Ulrich Hein dirigierte ein großes Ensemble an Sängern, Solisten sowie das Philharmonische Orchester.

Mit dem „Oratorium in Festum Nativitatis“ präsentierten die Musiker dieses Mal ein selten gespieltes festliches Werk, das in seiner Wirkung zwischen verabsolutierter Frömmigkeit und melodischer Behaglichkeit wandelt. Wie ein fest verankerter Monlith bildete der 35-köpfige Chor vor dem Altar das solide stimmliche Fundament für die Geschichte des Heilands. Dabei zeigten sich perfekt arrangierte Harmonien und beinahe echoartige Stimm-Gegenstimmbewegungen der Männer und Frauen.

Es war hervorragend, wie Ulrich Hein es schaffte, die starre Oratoriumsform zu lockern, ein vielschichtiges Stimmenpanorama zu kreieren und die 150 Besucher in der festlich geschmückten Kirche zu begeistern. Ein seufzendes „Ist das schön!“, seufzte da so manch Besucher, und dieses Gefühl sollte sich bei den vier Solisten des Abends noch steigern. Dramatisch ergänzte Tenor Martin Fleitmann das Geschehen durch individuell gestaltete Arien, beschwichtigend sang dazu die Altistin Anne-Beke Sontag Worte voll leiser Poesie. Julian Redlin gefiel sich als Bass im majestätischen Habitus, während Sopranistin Christine Lange mit ihrer hellen und klaren Stimme die Zuhörer mit jedem Ton mitriss. An dem perfekt harmonierendem Winterbeker Streichorchester, unterstützt durch Bläser des Philharmonischen Orchesters Kiel, gab es eh nichts zu kritisieren. Begeisterter und trotzdem besinnlicher Applaus quittierte diesen grandios gestalteten Jahresausklang.

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erstellt am 02.Jan.2014 | 08:00 Uhr

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