Tanne aus der Gartenstadt : Weihnachtsbaum erlebt ein Revival

Am Nachmittag schwebte der neue Weihnachtsbaum dann auf dem Großflecken ein und wurde dort verankert.
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Am Nachmittag schwebte der neue Weihnachtsbaum dann auf dem Großflecken ein und wurde dort verankert.

Die rund zehn Meter hohe Fichte des Ehepaars Theinert aus der Gartenstadt ziert nun den Großflecken und wird nicht zum ersten Mal geschmückt.

shz.de von
12. November 2016, 16:00 Uhr

Neumünster | Nein, Tränen flossen nicht. Ein bisschen Wehmut lag in der Luft. Aber eigentlich überwog doch die Freude, als gestern im Garten von Monika und Georg Theinert an der Haberstraße unter den neugierigen Blicken vieler Nachbarn die Motorsäge kreischte und nach wenigen Minuten die Fichte vor ihrem Haus abgesägt am Haken eines Krans hing und dann auf einen Anhänger verladen wurde. Der rund zehn Meter hohe Baum aus der Gartenstadt ziert nun als Weihnachtsmarkt-Star noch bis zum 6. Januar den Großflecken. „Ein schöneres Lebensende kann es für ihn doch nicht geben“, sagte Monika Theinert.

Denn als das Nadelgewächs vor 32 Jahren in den Haushalt des Ehepaars kam, war es ebenfalls geschmückt. „Wir haben den Baum als Weihnachtstanne im Topf geschenkt bekommen“, berichtete das Paar. Nach dem Fest wurde er einfach in den Vorgarten gepflanzt und sich selbst überlassen. Dabei entwickelte sich die Fichte prächtig, wuchs gleichmäßig und kegelförmig heran.

Das war auch der ausschlaggebende Punkt für Citymanager Michael Keller, der als gelernter Gärtner für die Auswahl zuständig ist. Acht Bäume begutachtete er in diesem Jahr, doch nicht alle entsprachen den Kriterien: gut gewachsen, mindestens zehn Meter hoch, freistehend, einfach abzutransportieren. „Es wird immer schwieriger, ein geeignetes Exemplar zu finden“, sagte Keller gestern, während Kranführer Klaus Fortuna von der Firma Voss die Fichte sanft auf den bereitstehenden Anhänger von Karsten Steinweh legte. Begleitet von Polizeihauptmeister Ingo Köhler vom 2. Polizeirevier im Streifenwagen ging der Transport dann über den Ring und die Altonaer Straße zum Großflecken, wo Stephan Bodenmann und Siegfried Schacht von der Firma Krebs & Suhr den Baum fest im Boden verankerten.

Aber warum boten die Theinerts ihn überhaupt an? „Wir haben einen Erdkollektor-Heizung mit einem Teppich von Schläuchen unter der Grasnarbe im Garten. Die Fichte ist zu groß geworden und warf einfach zu viel Schatten für die Anlage“, erklärte das Paar.

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