zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

20. August 2017 | 10:20 Uhr

Aukrug : Wehrleute wollen Helm-Models werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Bökener Feuerwehrleute bewerben sich um eine Werbekampagne für einen neuen Feuerwehrhelm. Eine Fotostrecke wurde jetzt in Aukrug aufgenommen.

„Wir sind einfach Spitze“, jubilieren die Angehörigen der Bökener Ortswehr. Deutschlandweit schon bei den Brandschützern in die Schlagzeilen geraten, sind die 38 aktiven Feuerwehrleute um die Wehrführerin Nicole Häßler auf dem besten Weg, nun auch noch europäische Geschichte zu schreiben. Dafür sorgten Juroren der Dräger-Werke in Lübeck, die zur Präsentation sowie Vermarktung eines neu entwickelten Vollschutzhelmes auf der Suche nach den passenden Köpfen waren. Mehr als 300 Wehren aus der ganzen Republik, Österreich und der Schweiz hatten sich um ein dafür ausgeschriebenes Fotoshooting beworben. Insgesamt sechs Wehren aus Deutschland schafften es in die Endrunde. „Davon stehen wir auf dem ersten Platz“, betonten stolz die Bökener. In Österreich und der Schweiz kamen jeweils drei Feuerwehren in die Endausscheidung. Die Bökener hatten als Konzept für eine Fotoserie den Einsatz beim Gasaustritt einer Biogasanlage eingereicht. Die Fotos wurden jetzt in Aukrug aufgenommen.

Nach Abschluss aller Shootings und Auswahl der besten Bilder pro Feuerwehr wird sich ab November entscheiden, wer das Top-Team ist. Die Entscheidung darüber fällt nicht im stillen Kämmerlein. Alle Fotostrecken werden in die Dräger-Medien bis zum Jahresende eingestellt, so zum Beispiel unter www.draeger.com/Feuerwehr, damit die internationale Dräger-Internetgemeinde online abstimmen kann. Das Siegerfoto wird preisgekrönt. Als Anerkennung für den Etappensieg gewannen die Bökener schon einmal drei Schutzhelme. Sollten sie den großen Sieg einfahren, kommen noch einmal 30 Stück zum Einzelpreis von rund 400 Euro dazu. „Für die neuen Schutzhelme brauchten wir fünf Jahre. Über 100 Wehren aus aller Welt haben wir während dieser Entwicklungsphase besucht. Im Ergebnis präsentiert sich ein Vollschalenhelm mit höchster Schutzwirkung, wie ihn auch zum Beispiel Motorradfahrer zu schätzen wissen. Leicht, stoßfest, mit Nackenschutz, integrierter Lampe, individuell konfigurierbar und optimal auf die Verwendung mit einer Atemschutzmaske abgestimmt, setzen wir mit unserem Produkt neue Standards“, erklärte Nicolai Gäding, Marketingmanager der Dräger-Werke vor dem Bökener Fotoshooting g auf Hof Bucken.

Damit sich dem Fotografen spektakuläre Szenen bieten, hatten sich die Wehrleute Stephan Steinbacher, Björn Binasch und Falko Worms beim Gewinnspiel mit einer gelungenen Bewerbung und einem Szenario beworben, bei dem es auf einer Biogasanlage zu einem Gasaustritt kam, der Menschenleben in Gefahr brachte. Der Betreiber der Anlage, Jürgen Göttsche aus Aukrug, hatte nichts dagegen. Als es zur Sache ging, gehörte der kleine Sebastian (6) in Feuerwehruniform mit Schutzhelm zu den glücklichsten Kindern dieser Welt. Angereist war er mit seiner Mutter Marietta Dege und seinem Bruder Oskar (2) aus Wedel. Der Kleine durfte an den Händen von zwei Feuerwehrmännern den Übungsverlauf hautnah verfolgen. „Dazu hatten uns die Dräger-Werke eingeladen, nachdem ich bei Facebook in einem Kommentar zum Gewinnspiel mitgeteilt hatte, dass Sebastian am 11. Juli, also am Tag des Einsendeschlusses, Geburtstag hat. Kurz darauf wurden wir eingeladen. Für Sebastian, der unbedingt Feuerwehrmann werden will, ging ein Traum in Erfüllung“, berichtete die junge Mutter. Auch Klaus-Hinrich Paulsen aus Steenfeld, Amtswehrführer des Amtes Mittelholstein, war als Zaungast mit von der Partie und bekannte, dass der Erfolg der Bökener Wehrleute eine tolle Sache für das ganze Amt ist. Wer den weiteren Weg der Bökener beim Gewinnspiel begleiten möchte, wird unter www.ff-boeken.de immer auf dem Laufenden gehalten.







Karte
zur Startseite

von
erstellt am 14.Sep.2013 | 13:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert