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Tuch + Technik : Webermarkt lockte 2000 Besucher

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Clevere Mischung aus Museumsschau und Kunsthandwerkermarkt kommt bei den Gästen gut an

Exklusive Textilien, Schmuck und Accessoires lockten am Wochenende erneut über 2000 Besucher ins Museum Tuch + Technik. Mit dem Webermarkt wurde zugleich der siebte Geburtstag des Museums gefeiert. Über zwei Dutzend Textilhandwerker präsentierten sich zwischen den historischen Maschinen des Museums.

Mit modernen Schals und Tüchern aus zertifizierter Schweizer Kaschmirseide konnte Renate Weber aus Potsdam überzeugen. „Ich habe lange Zeit in der Automobilindustrie gearbeitet und war dort in der Farbentwicklung. Dadurch hat sich meine Liebe zu Farben entwickelt“, verriet die 72-Jährige.

Diese Leidenschaft kommt ihr auch als Textildesignerin zugute. „Ich färbe meine Schals und Tücher selbst. Die Farbe rühre ich klassisch in Dosen zusammen und arbeite feinste Nuancen aus“, erzählte sie weiter.

Mit ganz klassischer Technik arbeitete Sima Eckert aus Naumburg im Museum Tuch + Technik. „Ich mache Brettchenweberei. Ein Textilhandwerk, das schon viele 1000 Jahre alt ist“, erzählte er. Mit 400 Fäden und 100 Brettchen fertigte er live für die Besucher ein Band, das vielfach Verwendung finden kann. Die Vielfalt überzeugte die Besucher. „Es ist einfach genial, was man hier zu sehen bekommt.“

„Ich habe nur Webarbeiten erwartet. Dass es hier aber auch geklöppelten Schmuck gibt, Filzarbeiten und vieles mehr, begeistert mich sehr“, sagte Besucherin Sigrid Müller aus Kiel. Sie erkundigte sich bei den Fachleuten des Museums auch nach dem Weben generell. „Ich habe zu Hause einen kleinen Webrahmen und habe gehofft, hier neue Kniffe und Inspirationen zu finden. Auch nach Fachliteratur habe ich Ausschau gehalten“, erzählte sie weiter.

Begeistert schaute sie sich die Vorführung von Gerhild Schröder und Kirsten Rolle an, die am großen Handwebstuhl des Museums arbeiteten. „Fünf Tage hat es gedauert, bis alle Fäden eingezogen waren. Die Belohnung dafür ist das Weben“, beschrieb Gerhild Schröder. Auch die Maschinenvorführungen kamen gut an. Viele schauten Klaus Jodehl über die Schulter, wenn er die 88 Jahre alte Maschine zum Laufen brachte. Das laute Gerät ließ er jeweils nur kurz in Betrieb, um die Aussteller nicht zu stören.

Museumsleiterin Astrid Frevert war mit der Resonanz ebenso wie die Aussteller sehr zufrieden. Den größten Andrang hatte sie am Sonntag verzeichnet.


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erstellt am 16.Okt.2014 | 17:42 Uhr

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