Bauausschuss : WC am See: Neuer Streit um die Kosten

Die Toilettenhäuschen am Einfelder See müssen saniert werden. Der Stadtteilbeirat Einfeld und der Bwehinderenbeauftragte der Stadt, Hartmut Florian, fordern einen behindertengerechten Ausbau. Der Bauausschuss hält die von derStadt veranschlgaten Kosten von 210 000 Euro für deutliche überzogen.
1 von 2
Die Toilettenhäuschen am Einfelder See müssen saniert werden. Der Stadtteilbeirat Einfeld und der Bwehinderenbeauftragte der Stadt, Hartmut Florian, fordern einen behindertengerechten Ausbau. Der Bauausschuss hält die von derStadt veranschlgaten Kosten von 210 000 Euro für deutliche überzogen.

Bauausschuss hält den Kostenvoranschlag für den barrierefreien Ausbau für überhöht. Jetzt muss die Ratsversammlung entscheiden

von
13. Februar 2016, 08:45 Uhr

Neumünster | Der Streit um den behindertengerechten Ausbau der drei Toilettenhäuschen am Einfelder See droht zur unendlichen Geschichte zu werden: Auch im dritten Anlauf  konnte sich der Bauausschuss am Donnerstagabend nicht zu einer Entscheidung durchringen, ob und in welchem Umfang saniert beziehungsweise umgebaut werden soll.

Rund 210 000 Euro soll die fachgerechte Sanierung nach Berechnungen der Bauverwaltung kosten. Der Ausschuss mochte das schon in seinen beiden vergangenen Sitzungen nicht glauben und forderte eine genaue Aufschlüsselung der notwendigen Arbeiten und Investitionen. Aber auch die 26 Seiten starke Auflistung aller Kostenpositionen von der Außenwandleuchte über Klosettbecken und Seifenspendern bis hin zu den veranschlagten Arbeitsstunden der beteiligten Gewerke vermochte den Ausschuss nicht zu überzeugen.

Sie habe eigene Berechnungen von unabhängigen Fachleuten anstellen lassen, eröffnete Helga Bühse den neuerlichen Streit mit der Verwaltung. Danach seien die Sanierung und der barrierefreie Ausbau bereits für 140    000 Euro zu haben – immerhin ein Drittel weniger als von der Stadt vorgerechnet. Franka Dannheiser (SPD), selbst Bauingenieurin, sprang ihrer CDU-Kollegin bei. Auch sie sei bei der Gegenrechnung zu erheblich geringeren Summen gekommen, sagte Dannheiser. Und Thomas Michaelis bemängelte, dass aus der Auflistung nicht hervorgehe, welche Standards überhaupt zu Grunde gelegt worden seien.

Architekt Ludger Hütten müller, der die Kalkulation erstellt und bereits mehrere behindertengerechte Umbauten der Stadt betreut hat, reagierte verschnupft: „Sie können die Sanierung ausschreiben wie sie wollen, es wird nicht günstiger.“

Die Bauverwaltung soll jetzt erneut „funktionsgerechte Lösungen“ suchen, beschloss der Ausschuss. Das letzte Wort wird allerdings ohnehin der Rat haben. Nach den neuen Zuständigkeitsregeln muss der Rat den Baubeschluss in jedem Fall absegnen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert