Neumünster : Wasserstand im Einfelder See bleibt niedrig

Gut 15 Meter ist das Wasser in der Dorfbucht zurückgegangen. Die Pflanzen, die ehemals unter Wasser wuchsen, stehen jetzt frei am Ufer.
Gut 15 Meter ist das Wasser in der Dorfbucht zurückgegangen. Die Pflanzen, die ehemals unter Wasser wuchsen, stehen jetzt frei am Ufer.

Die Wasserpflanzen liegen buchstäblich auf dem Trockenen – und ein Ende ist nicht in Sicht.

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16. November 2018, 15:53 Uhr

Durch die weiterhin viel zu geringen Niederschläge bleibt der Pegel des Einfelder Sees extrem niedrig und gibt damit Vegetation frei, die normalerweise unter Wasser wächst.

„Der See hängt zum überwiegenden Teil unmittelbar am Grundwasserstand. Die Zuflussmengen sind sehr gering, da das Gewässer nur ein sehr kleines Einzugsgebiet hat. Die marginalen Zuflüsse kommen nur aus den direkt angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen bei Mühbrook und aus dem Dosenmoor“, erklärt Diplom-Ingenieur Friedwart Pütz von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt. Allerdings liege der See als Besonderheit auch auf der Wasserscheide von Stör und Eider. Ein stetiges Austrocknen durch den Klimawandel erwartet Pütz daher vorerst nicht. Und auch Eingreifen brauche die Stadt nicht: „Da es schon seit dem Frühjahr viel zu wenig geregnet hat und diese Situation immer noch anhält, ist der Wassermangel eine logische Folge und auch nicht von Menschenhand zu ändern“, sagt der Experte.

Die jährlichen Tiefstände stellten sich turnusmäßig nach dem Sommerhalbjahr immer im Oktober ein und seien auch in diesem Ausmaß noch nicht ungewöhnlich, so Pütz: „Es gab auch schon viel drastischere Niedrigwasser, etwa 1974, 1978 und 1996.“ In der Dorfbucht Mühbrook wurden zu diesen Anlässen damals sogar sogenannte Hungersteine gesetzt.

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