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Holsteinischer Courier

20. Oktober 2017 | 17:06 Uhr

Bauausschuss : Wasserspiele und Grünachsen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Landschaftsplaner stellen erste Entwürfe für den Großflecken vor

von
erstellt am 07.Nov.2015 | 08:45 Uhr

Neumünster | Das Ziel ist klar: Ein attraktiver Großflecken soll dafür sorgen, dass die Besucher der Holsten-Galerie auch den Weg in die Innenstadt finden – zum Wohle von Handel und Stadt. Nur: Was ist ein attraktiver Großflecken und wie kann die Brücke in die City geschlagen werden?

Gleich drei Landschaftsarchitekten durften im Ausschuss jetzt ihre Vorschläge präsentieren. Auffällig: Alle drei halten den Großflecken offenbar für attraktiver als gemeinhin unterstellt und wollen sich mehr oder weniger darauf beschränken, „kleinere Fehler“ zu korrigieren. Keiner der Planer würde das Großfleckenpflaster komplett austauschen. Alle wollen die Grünachse Karstadt – Rencks Park stärker hervorheben und stützen die Idee eines breiten Boulevards Richtung Rathaus.

Jens Bendfeldt (Büro BHF aus Kiel) setzt in seinem Konzept vor allem auf eine optische Unterteilung des langgestreckten Platzes. Er schlägt eine lichte, aber überdachte Stadtbühne auf dem nördlichen Platz (etwa in Höhe von C & A) sowie eine zusätzliche Baumreihe vor der Geschäftszeile auf der Rathausseite vor, die den Alleecharakter unterstreicht und den östlichen Fußgängerbereich zugleich besser von der Fahrbahn abgrenzt. Großflächige Wasserspiele, wie es sie im kleineren Maßstab bereits auf dem Kleinfecken gibt, sollen zusätzliche Blickfänge bieten.

Die Laufbereiche vor den Geschäften will er mit einer Mischung aus großen und kleinen ocker- oder sandfarbenen Granitplatten belegen. Seine Kollegen setzen hier mehr auf gelbe oder auch rote Klinkerflächen wie sie etwa auf dem Kleinflecken liegen.

Alle drei Planer sprechen sich für breite Aufpflasterungen aus, die den Fußgängern an mehreren Stellen die Querung der Fahrbahn erleichtern sollen.

Tonio Trüper (Büro TGP Lübeck) mahnte vor allem, dem Verkehr nicht zu viel Raum zu lassen, um die Wirkung von offenen Cafés, Sitzecken, Wasserspielen und Flaniermeilen nicht zu torpedieren. Die Anzahl der Parkplätze auf der Rathausseite des Großfleckens möchte er reduzieren, den Parkstreifen gegenüber komplett aufheben. Und Trüper geht noch weiter: Um das Teichufergelände noch attraktiver zu gestalten, müsse der Karstadtparkplatz weg, so der Planer.

Viel Potenzial zur attraktiven Gestaltung sehen die Landschaftsarchitekten auch am Teichufer und auf der Bastion. Wie Trüper möchte auch Michael Kaschke (Büro WES aus Hamburg) an der Bastion eine breite Treppe in den Teich hineinbauen. Vor allem in den Sommermonaten könnten Passanten von dort, wie in einem Amphitheater sitzend, aufs Wasser schauen, malte Kaschke aus.

Der Bauausschuss verzichtete nach den Präsentationen auf eine Bewertung und will die Ideen und Anregungen jetzt zunächst einmal sacken lassen. In einer späteren Runde mit dem OB sollen die Entwürfe dann weiter diskutiert und auf ihre technische oder auch finanzielle Machbarkeit überprüft werden.

Thomas Michaelis (CDU), der die Neugestaltung des Großfleckens seinerzeit maßgeblich mit angestoßen hatte, zeigte sich beeindruckt von den Vorträgen, sparte aber auch nicht mit Kritik: Leider habe keiner der Planer die Idee eines Kinderspielplatzes im Bereich der Klosterinsel aufgegriffen, sagte Michaelis: „Es geht nicht nur um ein paar Spielgeräte auf dem Großflecken, sondern um einen Spielplatz, der einer kinderfreundlichen Stadt würdig ist.“

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