Wasserregeln mit Spiel und Spaß

Die „Moorflitzer“ der Kita Villa Kunterbunt in Einfeld simulierten mit Sabine Franz und Gerd Gattermann von der DLRG den Wellengang mit Hilfe einer Plane und Bällen.
Die „Moorflitzer“ der Kita Villa Kunterbunt in Einfeld simulierten mit Sabine Franz und Gerd Gattermann von der DLRG den Wellengang mit Hilfe einer Plane und Bällen.

shz.de von
22. Mai 2015, 11:30 Uhr

Die Messlatte trägt jeder Mensch an seinem Bauch. „Wenn man noch nicht gut schwimmen kann, sollte man maximal bis zum Bauchnabel ins Wasser gehen, um sich jederzeit hinstellen und ausruhen zu können“, erklärten gestern Sabine Franz und Gerd Gattermann von der Wasserrettung der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) den Vorschulkindern aus der „Moorflitzer“-Gruppe der Kita Villa Kunterbunt in Einfeld. Rund 90 Minuten boten die beiden Präventionskräfte den Sechsjährigen ein unterhaltsames und vor allem lehrreiches Programm über Gefahren im und am Wasser.

Die Jungs und Mädchen lernten mit viel Spaß und einigen Materialien, was gelbe und rote Flaggen am Strand bedeuten, wie man sich bei Unwetter oder bei der versehentlichen Trennung von Mama und Papa verhält und wie die DLRG den Badegästen an den Küsten und vielen Binnengewässern, darunter dem Einfelder See, hilft. „Wir sind zum ersten Mal in der Villa Kunterbunt und ich bin erstaunt, wie viele Kinder hier schon das Bronze-Abzeichen haben. Das ist toll und heute nicht mehr selbstverständlich“, sagte Sabine Franz, die mit Gerd Gattermann seit vielen Jahren ehrenamtlich und kostenlos durch die Kitas tourt und die Kleinen im Frühjahr vor Bade- und im Herbst vor den Gefahren des Eises warnt.

Doch nicht immer sind nur Gewitter und Sturm oder hohe Wellen eine Bedrohung. „Am Einfelder See gibt es leider immer wieder Bekloppte, die die Nichtschwimmer-Bojen einfach versetzen. Dummheit macht offenbar stark und mutig“, ärgerte sich Sabine Franz. Und eine weitere Unachtsamkeit, häufig aber auch Mutwilligkeit, an den Stränden Dorfbucht, Minigolfplatz und Einfelder Schanze sorgt bei ihr für Unmut: einfach in die Landschaft oder ins Wasser geworfener Müll. „An scharfen Dosen oder Scherben verletzen sich immer wieder auch Kinder“, sagte sie. Die „Moorflitzer“ wissen seit gestern: Die Helfer der DLRG haben für solche Fälle immer Pflaster und Verbandszeug dabei.

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