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Probenanalyse : Wasseranalyse auf dem Großflecken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Garten- und Schrebergartenbesitzer ließen ihr Brunnenwasser in der Innenstadt testen. Viele bestellten eine umfangreiche Laboruntersuchung.

von
erstellt am 05.Sep.2014 | 06:30 Uhr

Neumünster | Kaum hatte das Labormobil des Vereins VSR-Gewässerschutz aus Geldern am Niederrhein gestern Vormittag auf dem Großflecken die Türen geöffnet, da kamen auch schon die ersten Neumünsteraner mit ihren Wasserproben vorbei. Abgefüllt in Plastikflaschen drückten sie das Wasser aus dem eigenen Brunnen im Garten oder dem Schrebergarten Harald Gülzow (59) in die Hand. Der Physiker machte für den Verein für zwei Stunden Station in der Innenstadt und untersuchte die Proben für 12 Euro sofort auf Nitrat-, Säure- und Salzgehalt. Außerdem stand er mit Ratschlägen rund ums Thema Wasser zur Seite.

Diethelm Lange (62) war aus Rendswühren gekommen, um Tipps zu bekommen. „Wir haben Wasserrohre mit Eisen- und Mangan-Ablagerungen“, erklärte er. Harald Gülzow schickte ihn weiter zu einem Fachmann.

„Es gibt zum Beispiel immer wieder Probleme mit Bakterien im Wasser. Durch ein Leck in den Abwasserleitungen gelangen Bakterien ins Grundwasser. Damit wird dann das Gemüse gewässert und das Plantschbecken gefüllt – mit den entsprechenden Folgen“, erklärte der Experte den Hintergrund der Wasseranalysen.

Nitrate hingegen können das Krebsrisiko erhöhen. Nachdem in Niedersachsen außerdem Versauerungen des Grundwassers festgestellt wurden, wird in Schleswig-Holstein auch nach Säure geschaut.

Nicht alle, die gestern etwas über ihr Wasser wissen wollten, ließen es vor Ort untersuchen. Neun Brunnenbesitzer aus Neumünster und der Umgebung waren gekommen. Nur einer wählte die günstigere Schnellanalyse vor Ort und konnte das Ergebnis wenig später in Empfang nehmen. Sein Wasser aus dem Zentrum der Stadt war in Ordnung. Acht weitere Wasserproben schickte Harald Gülzow auf Wunsch der Brunnenbesitzer weiter ins Labor, damit noch nach Eisen, Aluminium und Bakterien geschaut wird. Die Ergebnisse stehen noch aus.

Das Labormobil macht in Schleswig-Holstein noch eine Station in Eutin. Mit der Wasseranalyse hat der Verein zum Schutz des Rheins (VSR) vor 15 Jahren sein Angebot erweitert.

 

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