Bauverzögerung : Waschstraße wartet auf DOC-Kunden

Die Halle steht, in den nächsten Tagen beginnt der Innenausbau: Projektleiter Dennis Zwandulla (links) und Bauleiter Lothar Gödde stimmen während einer Baubesprechung in der rund 70 Meter langen Waschstraße die weiteren Bauschritte ab. Rund die Hälfte der Baukosten von 3 Millionen Euro fließen Zwandulla zufolge an Firmen aus Neumünster und der Region.
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Die Halle steht, in den nächsten Tagen beginnt der Innenausbau: Projektleiter Dennis Zwandulla (links) und Bauleiter Lothar Gödde stimmen während einer Baubesprechung in der rund 70 Meter langen Waschstraße die weiteren Bauschritte ab. Rund die Hälfte der Baukosten von 3 Millionen Euro fließen Zwandulla zufolge an Firmen aus Neumünster und der Region.

Chinesischer Geschäftsmann investiert an der Altonaer Straße 3 Millionen Euro – und setzt auf neue Kunden aus dem DOC

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13. Januar 2015, 05:00 Uhr

Neumünster | Skeptiker hatten sie schon abgeschrieben , aber jetzt geht die neue Waschstraße an der Altonaer Straße doch unübersehbar in die Zielgerade: Für rund drei Millionen Euro lässt der chinesische Geschäftsmann Gang Wang in direkter Nachbarschaft zur Jet-Tankstelle und McDonald’s Neumünsters modernste Waschanlage errichten.

„Eigentlich hätten wir schon das Weihnachtsgeschäft mitnehmen wollen, aber der Kampfmittelräumdienst hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, räumte Projektleiter Dennis Zwandulla gestern ein. Weil die Munitionsräumer bei den routinemäßigen Kontrollen auf Neubaugrundstücken derzeit kaum noch nachkommen (der Courier berichtete), standen die Bauarbeiten auf dem 10 000 Quadratmeter großen Grundstück neben der Jet-Tankstelle über zwölf Wochen still, erklärt Zwandulla. Jetzt sei man wieder gut im Zeitplan. Als neuer Eröffnungstermin ist der 1. März angepeilt.

Tatsächlich sind die Baufortschritte an der Altonaer Straße kaum noch zu übersehen: Die fast 70 Meter lange Waschhalle wird derzeit trotz widriger Windverhältnisse mit großflächigen Fassadenelementen geschlossen, die Fundamente für den Freiwaschplatz für Wohnmobile und die zwölf Staubsaugerstationen stehen bereit, die Zu- und Abfahrtswege sind bereits eingefasst und warten nur noch aufs Pflaster. Voraussichtlich Mitte März wird auf der Altonaer Straße stadtauswärts eine neue Linksabbiegerspur eingerichtet, die zusätzliche Staugefahren auf der Altonaer Straße vermeiden soll. Zusätzliche Durchfahrten wird es von der Waschstraße aus sowohl zur Jet-Tankstelle als auch zum benachbarten McDonald’s-Parkplatz geben.

Besonders stolz ist Zwandulla auf die hohen Umweltstandards, die man in der Waschstraße einhalten will. So soll das Waschwasser weit über gesetzliche Auflagen hinaus auf dem Gelände wieder aufbereitet werden. Bei rund 300 Litern Wasserverbrauch pro Wagenwäsche sollen maximal 30 Liter – also 10 Prozent – aus dem Frischwassernetz kommen. Die neue Waschstraße gilt Zwandulla zufolge als besonders stromsparend. Darüber hinaus soll auf dem Dach der Halle eine moderne Photovoltaik-Anlage installiert werden.

Bis zu 60 Fahrzeuge pro Stunde können künftig in der Waschstraße aufpoliert werden – an sieben Tagen in der Woche. Vier Vollzeitkräfte und sechs Teilzeit- und Minijobber sollen den Betrieb am Laufen halten.

Dennoch: Kann sich eine dritte Waschstraße an der Altonaer Straße wirklich rentieren? – Zwandulla verweist auf die exponierte Lage der Altonaer Straße als Hauptachse zwischen DOC und der Holsten-Galerie: „Wir warten auf Kunden von DOC und Holsten-Galerie!“

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