Einbürgerung : Wasbekerin ist jetzt auch Deutsche

Anamaria Badea (29) aus Wasbek zeigt die Einbürgerungsurkunde. Überreicht wurde sie von Barbara Rennekamp (rechts), Leiterin des Fachdienstes für Allgemeine Ordnungsverwaltung und Verkehr beim Kreis Rendsburg-Eckernförde.
Anamaria Badea (29) aus Wasbek zeigt die Einbürgerungsurkunde. Überreicht wurde sie von Barbara Rennekamp (rechts), Leiterin des Fachdienstes für Allgemeine Ordnungsverwaltung und Verkehr beim Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Anamaria Badea (29) aus Rumänien wurde gestern feierlich eingebürgert: „Mein erster Gedanke als Deutsche: Ist das aufregend!“

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03. Juli 2014, 07:00 Uhr

Wasbek | Feierlich wurde gestern im Rendsburger Kreishaus rund 35 Menschen aus 21 verschiedenen Nationen der Welt die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen. Die Wasbekerin Anamaria Badea (29) ist eine von ihnen. „Das war ein spannender Moment. Ich freue mich, dass es eine Feier gibt und ich die Urkunde nicht einfach zugesandt bekomme“ erzählt die gebürtige Rumänin.

Anamaria Badea spricht ausgezeichnet Deutsch mit angenehm rollendem „R“. Ihren neuen Rechtsstatus hat die junge Frau mit einer Unterschrift auf einer Urkunde besiegelt, zuvor hatte sie gemeinsam mit den anderen ein feierliches Bekenntnis zum Grundgesetz abgelegt und im Anschluss die Nationalhymne gesungen. „Mein erster Gedanke als Deutsche: Ist das aufregend!“, sagte sie.

Seit neun Jahren lebt Anamaria Badea in Wasbek : „Ich bin wegen meiner Mutter aus Rumänien hier her gezogen. Sie war zwei Jahre zuvor schon hier. Wo meine Mutter ist, ist meine Heimat.“ Um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten, musste Badea einen Test absolvieren und im Vorfeld Sprachunterricht nehmen: „Über den Zeitraum von etwa einem Jahr habe ich etwa 600 Stunden die deutsche Sprache gelernt. Im Orientierungskurs habe ich mich mit der deutschen Geschichte, Politik und Geographie befasst. Das waren ungefähr 200 Stunden.“ Die Sprache zu erlernen hat ihr wenig Mühe bereitet, neben Deutsch und Rumänisch beherrscht sie noch fließend Spanisch und Französisch. „Der Test war sehr schwierig. Aber ich hab’ es geschafft, von den 33 Fragen hatte ich 25 richtig beantwortet.“ Die junge Frau besitzt jetzt eine doppelte Staatsbürgerschaft. Da Rumänien zur EU gehört, hätte sie die deutsche eigentlich nicht gebraucht, um weiter in Wasbek leben zu dürfen: „Aber ich stelle mich gerne neuen Herausforderungen, dafür braucht man Mut. Und ich bin gerne hier.“

Geboren wurde sie in Bukarest, die Freunde und Familienmitglieder, die am Schwarzen Meer leben, hat sie das letzte Mal 2010 besucht. Anamaria Badea interessiert sich übrigens auch für Fußball und gibt ihren Tipp zur Weltmeisterschaft ab: „Die Deutschen haben gute Chancen, aber ich tippe auf Brasilien.“

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