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Brückensanierung : Wasbeker Straße ist sechs Monate zu

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bahnbrücke soll von Juli bis Jahresende saniert werden. Neue Brücke wird schmaler aber höher. 2018 ist dann die Brücke Bahnhofstraße dran.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2017 | 06:00 Uhr

Neumünster | Autofahrer, aber auch Radfahrer und Fußgänger in der westlichen Innenstadt müssen sich ab Sommer für eine lange Zeit auf massive Verkehrsbehinderungen einstellen. Die Deutsche Bahn AG will die Eisenbahnbrücke sanieren. „Die Arbeiten können nur unter Vollsperrung zwischen Fabrik- und Linienstraße erfolgen“, teilten Fachdienstleiter Ralf-Joseph Schnittker und Arbeitsgruppenleiterin Gritt Kaiser aus der Bauverwaltung gestern mit. Gebaut werden soll von Juli an bis mindestens Ende Dezember.

Bei einer Überprüfung im September vergangenen Jahres war aufgefallen, dass sich das gesamte Bauwerk wegen ungünstiger Bodenverhältnisse bewegen könnte. Hierbei seien „unverträgliche Verformungen in Querrichtung“ von mehreren Zentimetern nicht auszuschließen, heißt es in dem Brücken-Bericht. Damit ist die Sicherheit und Standhaftigkeit nicht mehr gegeben. Daraufhin wurden mehrere Neubau-Varianten geprüft. Geplant ist nun ein sogenanntes „Rahmenbauwerk“. Dabei werden die einzelnen Elemente der Brücke verbunden. Die bisherigen Stützen sollen entfallen. Die Breite verringert sich dadurch von 12,50 Meter auf 8,85 Meter, gleichzeitig steigt die Höhe von 3,92 auf 4,52 Meter. Das soll auch Vorteile für Lkw haben: Regelmäßig stießen in der Vergangenheit Sattelzüge mit der Brücke zusammen, weil die Fahrer die Höhenbeschränkung nicht beachtet hatten und ihre Auflieger zu hoch waren (der Courier berichtete).

Die Fahrbahnbreite soll nach dem Umbau 3,75 Meter betragen, davon 1,50 Meter Schutzstreifen für Radfahrer. Die Gehwegbreiten sind mit 1,50 Meter auf der einen und 1,75 Meter auf der anderen Seite angegeben, der nur auf der einen Seite vorhandene Radweg soll 1,85 Meter breit werden.

„Die Bahn ist verantwortlich für die Planung und den Bau der Brücke. Sie übernimmt auch die Kosten“, teilte Schnittker gestern mit. Die Stadt aber habe dem Bauablauf zustimmen müssen, da „Interessen und Eigentum der Stadt betroffen sind“, so Schnittker.

Die Einmündungen der Fabrik- und der Linienstraße sollen während der Bauphase befahrbar bleiben. Der Linienbus wird dann über die Linienstraße Richtung Faldera fahren. Wie die Umleitung für Autofahrer genau verläuft, steht noch nicht fest, sagte Gritt Kaiser. Wegen der Brückensanierung muss voraussichtlich eine für dieses Jahr geplante Sanierung des Schmutzwasserkanal-Systems am Schleusberg verschoben werden. „Eine gleichzeitige Sperrung von Wasbeker Straße und Schleusberg führt zu einem Verkehrskollaps“, sagte Jan Duve, Arbeitsgruppenleiter Stadtentwässerung.

Wenn die Brücke über der Wasbeker Straße fertig ist, können die Verkehrsteilnehmer allerdings noch nicht aufatmen. Im kommenden Jahr soll dann nämlich die Brücke über der Bahnhofstraße am Zob erneuert werden. Auch dort muss voll gesperrt werden – und das für voraussichtlich sogar ganze neun Monate.

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