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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 21:26 Uhr

Amtsübergabe : Wasbeker ist Chef vom Sängerbund

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bernd Küpperbusch löst Heide Simonis ab. Dem Sängerbund gehören aktuell 11 248 Sänger an.

Wasbek | Das ging harmonisch zu: Einstimmig wurde der Wasbeker Bernd Küpperbusch, Staatssekretär a.  D., von den 119 stimmberechtigten Delegierten am Sonnabend in Schwabstedt zum neuen Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Sängerbundes (SSH) gewählt. Er ist damit Nachfolger der ehemaligen Ministerpräsidentin Heide Simonis, die ihr Amt nach fünf Jahren vorzeitig abgab.

„Ich hatte dem Präsidium signalisiert, dass ich nun schon seit dem Jahr 2010 mit dabei bin und nicht mehr so belastbar bin wie früher“, so die 71-Jährige. Man müsse damit rechnen, dass die Auseinandersetzungen um die knappen Gelder in Zukunft eher härter werden, so Simonis. „Die Kommunen ringen um eine vernünftige Kommunalpolitik, die der Armutsbekämpfung, der sozialen Daseinsvorsorge und der Erneuerung der Infrastruktur größere Aufmerksamkeit schenkt, als anderen wünschenswerten Aktivitäten – wie der Kultur und dem Gesang“, machte sie deutlich. Im Namen des Präsidiums bedankte sich die zweite Vizepräsidentin Erdmute Jonathal bei Heide Simonis: „Als Mensch, Politikerin und begeisterte Sängerin hat sie sich für unsere Sache stark gemacht und uns Türen geöffnet.“ Alle Delegierten standen auf und applaudierten Heide Simonis, als sie, begleitet von Bernd Küpperbusch, den Saal im „Hotel zur Treene“ verließ.

Ob als Gemeindevertreter in Wasbek oder als Präsident eines Flugsport-Clubs: „Ehrenamtliches Engagement ist für mich wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft“, so der neue Präsident der Sänger im Land, Bernd Küpperbusch, der lange persönlicher Referent von Heide Simonis war. Der gebürtige Rheinländer wohnt seit Ende der 90er-Jahre mit seiner Frau und zwei „Kindern“ (22 und 23 Jahre) in Wasbek.

Nicht nur, dass Singen gute Laune und Spaß mache. „Durch das Singen im Chor kann die Integration gefördert werden“, meint Küpperbusch auch im Blick auf die aktuelle Migrationsdiskussion. Eine wichtige Aufgabe sieht er darin, bei den Jugendlichen das Interesse für den Gesang zu wecken und sie für den Gesang zu begeistern. Bei Sportvereinen und der Feuerwehr hat er erfahren, dass man da „andere Wege gehen muss“.

Seit 1984 arbeitet der 59-Jährige im Landesdienst Schleswig-Holstein, zunächst beim Amtsgericht Kiel, später im Justizministerium, in der Staatskanzlei, im Verkehrsministerium und zuletzt als Staatssekretär im Innenministerium. Als Präsident möchte er seine politischen Kontakte nutzen, um sich in seiner administrativen Funktion für den Sängerbund, dem momentan 11 248 Sängerinnen und Sänger (2014: 11 576) in insgesamt 385 Chören und Gruppen angeschlossen sind, stark zu machen.

Küpperbusch hat übrigens auch schon selbst gesungen. Mitte der 70er-Jahre war er Bariton im Chor der Marine in List. „Heute singe ich so vor mich hin – Seemannslieder, Shantys, O sole mio, alles quer durch die Bank.“ Ob er sich heute als Sänger in einem Chor eignen würde, stellt er in Frage. „Ich neige dazu, die Oktaven zu überspringen. Das tut meiner Begeisterung aber keinen Abbruch.“


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