Verwaltungspauschale : Wasbek und Bönebüttel sollen mehr zahlen

Beide Gemeinden hatten sich damals für die Verwaltung in Neumünster entschieden, um Geld zu sparen und um die Wege für die Bürger kurz zu halten.
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Beide Gemeinden hatten sich damals für die Verwaltung in Neumünster entschieden, um Geld zu sparen und um die Wege für die Bürger kurz zu halten.

Die Stadt Neumünster will erstmals über eine Erhöhung der Verwaltungspauschale reden.

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26. Januar 2015, 12:00 Uhr

Wasbek/Bönebüttel | Seit fast sieben Jahren lassen sich Wasbek und seit fast sechs Jahren Bönebüttel von der Stadt Neumünster verwalten. Für beide Gemeinden könnte diese Dienstleistung bald teurer werden. Das deutet Neumünsters Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras in einem Bericht an, der morgen Gegenstand der Sitzung des Neumünsteraner Hauptausschusses ist.

Beide Gemeinden hatten sich damals für die Verwaltung in Neumünster entschieden, um Geld zu sparen und um die Wege für die Bürger kurz zu halten. Der Wasbeker SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Rohwer rechnete damals vor, dass Wasbek an Neumünster jährlich eine Verwaltungskostenpauschale von rund 90 Euro pro Einwohner zahle; an das Amt Mittelholstein wären rund 150 Euro pro Einwohner fällig. Zurzeit bezahlt Wasbek 195 000 Euro im Jahr an die Stadt, Bönebüttel 127 000 Euro. Darin enthalten sind Personalkosten sowie Sach- und Gemeinkostenpauschalen. Wird beispielsweise ein Ingenieur beauftragt, werden diese Kosten extra berechnet.

In der Stadtverwaltung kümmert sich eine Arbeitsgruppe um Wasbek und Bönebüttel. Die ist seit 1. Januar dem Fachdienst Zentrale Verwaltung und Personal zugeordnet, weil die meisten Leistungen aus diesem Bereich stammen. Zwei Mitarbeiter beschäftigen sich in Vollzeit damit, die Post zu erledigen, Sitzungskalender zu erstellen, die Sitzungen zu organisieren, zu protokollieren und nachzubereiten. In Wasbek gibt es auch einmal die Woche eine Sprechstunde. Alle anderen Verwaltungstätigkeiten werden von den Ämtern innerhalb der Stadtverwaltung erledigt.

Oberbürgermeister Tauras rechnet vor, dass man für beide Gemeinden bisher fünf Vollzeitstellen veranschlagt hatte und die Kosten bisher stabil waren. Allerdings hält er eine Anpassung der Beiträge für notwendig. Der tatsächliche Bedarf betrage nicht fünf, sondern sechs Planstellen. „Einfluss auf dieses Ergebnis haben unter anderem auch neue Leistungen und Aufgaben genommen, die durch gesetzliche Änderungen und Vorgaben noch nicht Vertragsbestandteil gewesen sein konnten“, schreibt Tauras. Er nennt unter anderem die Prüfung von Kanalanlagen, die Förderung von Klimaschutzprojekten, Tarif- und Besoldungsanpassungen. Da er die Zusammenarbeit mit Bönebüttel und Wasbek als positiv und vertrauensvoll bewertet, geht er davon aus, dass beide Gemeinden die Verwaltungsgemeinschaft fortsetzen wollen. Was allerdings die Kosten angeht, will die Verwaltung „kurzfristig entsprechende Gespräche und Verhandlungen mit den Gemeinden aufnehmen“.

>  Der Bericht über die Verwaltungsgemeinschaften ist ein Tagesordnungspunkt auf der Sitzung des Neumünsteraner Hauptausschusses. Sie findet am Dienstag, 27. Januar, ab 18.30 Uhr im Neuen Rathaus, Großflecken 59, Neumünster, Sitzungszimmer 2.5/2.6, statt.

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