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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 03:01 Uhr

Wasbek: Neue Sporthalle auf den Weg gebracht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Um die ersten Planungen zum Bau einer neuen Zweifeldturnhalle für rund 2,5 Millionen Euro noch in diesem Jahr auf den Weg bringen zu können, hatte die Wasbeker Gemeindevertretung am Mittwochabend eine Sondersitzung anberaumt (der Courier berichtete). „Wir wollen heute entscheidende Weichen für den Grundsatzbeschluss zum Bau der Halle stellen“, schickte Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff (CDU) voraus.

Benötigt wurde dazu ein kurzfristiger Beschluss über die Freigabe von weiteren 300 000 Euro aus der Rücklage der Gemeinde. (50 000 Euro waren bereits in den laufenden Haushalt vorsorglich eingestellt.) Benötigt wird die Summe im Laufe der Planungsphase für zahlreiche Aufträge und Gutachten. Dazu gehören unter anderem der Auftrag an einen Architekten sowie an eine Projektsteuerung, aber auch Boden- und Brandschutzgutachten. Nach kurzer Diskussion wurden die Mittel, allerdings mit einem geschlossen Nein der BMW-Fraktion, mehrheitlich zur Verfügung gestellt.

Nun ist der Weg für den Beschluss zum Bau der Halle also frei. Der zurzeit favorisierte Entwurf wird den Wasbekern nun noch einmal auf einer Einwohnerversammlung im Vorfeld der Gemeindevertretersitzung am Mittwoch, 23. September, ab 18 Uhr in Kühls Gasthof vorgestellt.

Sollte der Vorentwurf der Architekten Repening und Schwarzbold-Lentz aus Büdelsdorf die kommunalpolitischen Vertreter überzeugen, wird die Bauzeit für die Halle auf 14 Monate geschätzt. Damit steht die neue Halle vielleicht sogar früher als die zu erneuernde Aalbek-Brücke im Zuge der Hauptstraße (der Courier berichtete). „Denn auch wenn die Planungen dazu noch in diesem Jahr beginnen, ist dies ein so komplexes Verfahren, das dabei leicht einmal zwei Jahre ins Land gehen“, teilte Gundula Schuhmacher aus der Verwaltung mit.

Ebenfalls auf nicht absehbare Zeit muss sich die Gemeinde Wasbek auch auf die Aufnahme weiterer Asylbewerber einstellen. Zurzeit leben im Dorf 26 Flüchtlinge. Fünf weitere werden in diesem Jahr noch erwartet. „Doch diese Zahl wird sich bis zur Sitzung der Gemeindevertretung wahrscheinlich schon wieder geändert haben“, mutmaßte Karl-Heinz Rohloff. Deshalb appellierte er zum wiederholten Male an potenzielle Vermieter, weiteren Wohnraum zur Verfügung stellen. „Denn die bisher zur Verfügung stehenden Kapazitäten sind erschöpft“, erklärte er. Dennoch sei die Gemeinde für die bereits jetzt geleistete Hilfe sowie für die Unterstützung der Flüchtlinge von zahlreichen Ehrenamtlern, Institutionen und Vereinen im Ort dankbar.

Mitgeteilt wurde während der Sitzung außerdem die turnusmäßige Anpassung der Gebührensatzung für die Abwasserbeseitigung im Außenbereich. Für die Entleerung der Klärgruben wird ab 1. Januar 2016 die Grundgebühr von 24,50 Euro auf 6,80 Euro gesenkt. Der Preis für den Kubikmeter Klärschlamm wird dagegen von bisher 17,66 Euro auf 32 Euro angehoben. Damit ergibt sich eine Benutzungsgebühr für eine Regelabfuhr von 3 Kubikmetern in Höhe von 102,80 Euro.

Als neuer Gemeindevertreter vereidigt wurde außerdem Lars Jöhnk (BMW). Der 44-jährige Maschinenbautechniker trat damit die Nachfolge von Ute Langrock (BMW) an. Sie hatte nach gut zwei Jahren ihren Sitz in der Gemeindevertretung zum 31. Juli aus persönlichen Gründen niedergelegt. Jöhnk, der erstmals der Gemeindevertretung angehört, ist zweifacher Vater und der Sohn des Wasbeker Ehrenbürgers Bruno Jöhnk (der Courier berichtete). „Ich hoffe, dass ich verbinden werde und die Schärfe aus mancher Diskussion nehmen kann“, erklärte er nach seiner Vereidigung.  




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