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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 05:02 Uhr

Wasbek : Wasbek: Bestattung wird teurer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wenige Beerdigungen treiben die Kosten in die Höhe.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2015 | 06:30 Uhr

Wasbek | Mit gleich drei sensiblen Themen musste sich der Wasbeker Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten auseinandersetzen: der Unterhaltung des Friedhofs, Wohnraum für Asylbewerber und Baumfällungen.

Unter der Leitung von Bernd Nützel (SPD) ging es zunächst um das enorme Defizit, das die Unterhaltung des Friedhofs der Gemeinde beschert. Rund 54 000 Euro müssen nach dem regelmäßigen Turnus der Neukalkulation hier in den kommenden drei Jahren zusätzlich erwirtschaftet werden. Das heißt, hier könnten die bisherigen Kosten von 543 Euro pro Bestattung auf geschätzte 720 Euro kräftig ansteigen.
Entstanden ist die finanzielle Schieflage dadurch, dass in den vergangenen drei Jahren erheblich weniger Bestattungen stattfanden, als kalkuliert wurden.

Für die Kalkulation der vergangene Periode sei der bisherige Durchschnitt von 32 Bestattungen angenommen worden, aber nur durchschnittlich 25 Verstorbene wurden auf dem Wasbeker Friedhof beerdigt. Außerdem trägt die wegen der fehlenden Kühlung nicht mehr genutzte Leichenhalle erheblich zum Defizit bei. Als erste kostenmindernde Maßnahme beschloss der Ausschuss, die Leichenhalle jetzt aus dem Friedhofsbetrieb herauszunehmen und dem Bauhof als Lagerraum zur Verfügung zu stellen. Die sanitären Anlagen sollen jedoch öffentlich zugänglich bleiben.

Auf den Weg gebracht werden soll jetzt auch endgültig das halbanonyme Urnengrabfeld mit einem zentralen Stein. Zwei Standorte sollen geprüft werden.

Weiterhin brisant bleibt die Aufgabe der Gemeinde, weiteren Wohnraum für zugewiesene Asylbewerber zu generieren. Schon jetzt kann die Gemeinde ihren Verpflichtungen kaum nachkommen, da es insgesamt nur wenig Leerstand gibt. Außerdem, so die Vermutung einiger Ausschussmitglieder, hätten die Vermieter unter Umständen Bedenken, direkt an Asylbewerber zu vermieten, aus Angst, diese würden nicht zahlen. Martine Thomas aus dem Fachdienst soziale Dienste der Stadt Neumünster erklärte, dass es ja auch die Möglichkeit gebe, die Wohnungen über die Gemeinde anzumieten. Diese und weitere Möglichkeiten werden jetzt in der Gemeindevertretung weiter diskutiert.

Ebenfalls auf der Tagesordnung standen demnächst geplante Baumfällungen. Diese betreffen eine Reihe von Bäumen entlang des Aalbeks, aber auch das Wäldchen an der Kirche, bei dem es zudem um die Verkehrssicherung an der Hauptstraße geht. „In beiden Fällen“, so erläuterte Dietrich Busch aus dem Bauamt der Stadt, „sind diese Fällungen notwendig, um den Bestand zu erhalten“. Die Bäume sind bereits oder werden in nächster Zeit gekennzeichnet. Dabei bedeutet ein Kreis mit einem Schrägstrich, dass der Baum auf jeden Fall stehen bleibt. Ein Kreuz dagegen markiert einen Baum, der weichen soll.

Schriftliche Stellungnahmen zu den geplanten Arbeiten können bis Mitte März beim Wasbeker Bürgermeister, Karl-Heinz Rohloff, eingereicht werden.


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