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Finanzierungsprobleme : Was wird aus der Kita der Kirche?

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Aukrug will den Zuschuss zunächst aufstocken.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 07:45 Uhr

AUKRUG | Die Gemeinde Aukrug ist bei der Betreuung von Kindergartenkindern in die Zwickmühle geraten. Ausschlaggebend dafür ist, dass die Kirchengemeinde die Betriebskosten für die 15 Kirchenzwerge im Alter von drei bis sechs Jahren künftig nicht mehr im bisherigen Umfang finanzieren kann.

Über ein Aus der Betreuung zum Ende des laufenden Kita-Jahres wurde bereits nachgedacht, wenn der gemeindliche Zuschuss von derzeit 800 Euro pro Kind nicht angehoben wird. Das Dilemma: Im kommunalen Kindergarten werden zurzeit 160 Mädchen und Jungen betreut. Damit ist das Haus voll belegt. Für den Fall, dass die Kirche die Zwergengruppe auflöst, müsste eine weitere Gruppe eingerichtet werden. Die Unterbringung könnte in der Aukrugschule in den neuen Räumen der Hortgruppe erfolgen. Allerdings würden jedoch Personalkosten von rund 51 000 Euro den Gemeindeetat zusätzlich belasten. Im Kita-Jahr 2014/2015 wäre die Aufnahme der Zwergenkinder nach Aussage der kommunalen Kita-Leiterin Heike Staben-Söth wegen der abgehenden Schulkinder möglich.

Ein Vorgespräch mit den Vertretern der Kirchengemeinde hatte zum Ergebnis, dass die Gemeinde befristet auf das neue Kita-Jahr den Zuschuss an die Kirche aufstockt. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzauschusses um den Vorsitzenden Klaus-Peter Bargheer sprachen sich am Dienstag wie schon zuvor die Mitglieder des Sozialausschusses einvernehmlich dafür aus, der Kirche für das neue Kita-Jahr nach den Sommerferien einen Zuschuss von 3100 Euro pro Kind zu gewähren. Dann zahlt die Gemeinde insgesamt 46 500 Euro. Würde eine neue Gruppe in der kommunalen Kita eingerichtet, wären über 50 000 Euro fällig. Bürgermeister Nils Kuhnke wurde ermächtigt, mit der Kirchengemeinde einen entsprechenden Vertrag zu schließen.

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