zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 19:09 Uhr

Jubiläum : Wankendorf und Stolpe feierten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

700 Jahre: Feierlichkeiten begannen am Sonnabend mit einem Festkommers / In den Festreden gab es viele spitze und humorige Bemerkungen

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 09:00 Uhr

Wankendorf | 700 Jahre sind eine lange und bewegte Zeit von der ersten Erwähnung der eigenständigen Gemeinden Wankendorf und Stolpe am 6. Februar 1316 bis heute. Vieles hat sich bewegt und verändert, meinte Wankendorfs Bürgermeisterin Silke Roßmann. „Wankendorf und Stolpe sind vielleicht nicht die Perlen Norddeutschlands, aber unsere Perlen und unsere Heimat, und das feiern wir heute“, begrüßte Roßmann mit Stolpes Bürgermeister Holger Bajorat am Sonnabend die rund 180 Gäste in Schlüters Gasthof in Wankendorf.

Immerhin bringen es die beiden Gemeinden mit 3000 Einwohnern in Wankendorf und 1200 Einwohnern in Stolpe auf 4200 Bürger. 20 Minuten bis in die Kreisverwaltung in Plön und 60 Minuten bis zum Hamburger Jungfernstieg, da sei auch die Lage nicht so schlecht, meinte Bajorat. Wären da nicht einige Fledermäuse und andere Hindernisse, die zunächst einmal ausgeräumt werden mussten, könnte sogar eine andere Verkehrsanbindung fertig werden. Immerhin sei die Bundesstraße B  4, die hier mit dem Ausbau zur Autobahn A  21 angesprochen ist, eine Entwicklungsachse, die für die gesamte Region wichtig sei, so der Bürgermeister. Unterm Strich, und darin waren sich Bajorat und Roßmann mit den Gästen einig, seien es aber die Menschen, die Dörfer wie Wankendorf und Stolpe so wertvoll machen.

Ministerpräsident Torsten Albig unterstrich, nicht allein Wirtschaftsfakten, sondern Vereine, Verbände und die Gemeinschaft vieler helfender und unterstützender Hände seien es, die ein besonderes Lob verdient hätten. „Ich nehme mit großer Freude wahr, wie Flüchtlingshilfe in Wankendorf und Stolpe gelebt wird und Menschen in Not eine Heimat finden“, dankte der Regierungschef den Helfern und Unterstützern. Er ergänzte: „Ich bin mir sicher, dass diese Region wachsen wird.“

Nicht ganz unschuldig daran sind die Bürgermeister der Gemeinden, merkte der Plöner Kreispräsident Peter Sönnichsen an. Die kämen vorrangig mit zwei Anliegen in die Kreisverwaltung. „Einmal, um mehr Unterstützung für die ländlichen Gemeinden zu fordern und ein anderes Mal, um zu sagen: Haltet euch da raus!“, scherzte der Wankendorfer, der selbst einmal Bürgermeister in der Gemeinde gewesen ist.

Viele Worte blieben nach dem Dank und Austausch von guten Wünschen und humorigen Seitenhieben nicht für Amtsvorsteher Jörg Engelmann. Er sprach seinen Dank an die Menschen in den Dörfern aus. Wankendorf, das aus wenigen Bauernstellen entstanden ist, übernehme heute als ländlicher Zentralort wichtige Aufgaben. Und Stolpe als Kleinod und „Mittelpunkt des Universums“ müsse nicht näher beschrieben werden. Auf soviel Humoriges antwortete das Wankendorfer Blasorchester mit „Oh, my darling Clementine“ und anderen fröhlichen Liedern. Dazu sorgte der Wankendorfer Gesangsverein neben der Festrede von Prof. Dr. Ulrich Müller vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für Abwechslung im Programm. Für noch mehr humorige bis spitze Zwischentöne sorgte abschließend der Stolper Biobauer und Humorist Matthias Stührwoldt im Gespräch mit Silke Roßmann und Holger Bajorat.



Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen