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Jugendberufsagentur : Wand an Wand für junge Leute

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jugendteam des Jobcenters zieht in die alte Holsten-Brauerei. Neue Agentur geht wohl früher an den Start.

Neumünster | Tepke Storm ist Integrationsfachkraft im Jobcenter und packte mit weiteren Kollegen gestern schon mal die Koffer. Das Jugendteam des Jobcenters zieht von der Friedrichstraße in die alte Holsten-Brauerei um. Dort entsteht die Jugendberufsagentur, in der junge Menschen vom Schüler bis zum Studienabbrecher eine Jobberatung unter einem Dach bekommen sollen.

Die Kollegen von der Agentur für Arbeit sind schon seit 2001 an der Brachenfelder Straße mit dem Berufsinformationszentrum (Biz), der Berufsberatung und dem berufspsychologischen Dienst vertreten. Anfang Januar stößt nach aktueller Planung das Büro der drei Berufsschulen Elly-Heuss-Knapp-, Walther-Lehmkuhl- und Theodor-Litt-Schule dazu. Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes der Stadt werden das Team komplettieren.

Knapp 40 Fachleute aus diversen Bereichen arbeiten dann quasi Tür an Tür, um eine „besser abgestimmte Beratung für junge Berufswähler zu bieten“, sagte Jürgen Böckenhauer von der Arbeitsagentur. Früher seien die Beratungsstellen über die ganze Stadt verstreut gewesen. „Das war ineffizient“, so Böckenhauer. Er rechnet damit, dass die Jugendberufsagentur früher loslegen kann. Ursprünglich war der April als Starttermin geplant. „Wir sind gut davor. Die Zusammenarbeit klappt schon jetzt sehr gut. Immerhin müssen hier vier Stellen zusammenwirken“, sagte Böckenhauer. Jeder Partner bleibt eigenständig, es gibt keinen eigenen Etat für die Jugendberufsagentur, und es gibt auch keine Leitungsperson.

Es soll keine neue Über-Behörde werden, und es gibt auch kein zusätzliches Personal. „Jeder macht das, was er bisher schon gemacht hat. Aber in diesem engen Zusammenwirken wird es effektiver“, sagte Böckenhauer. Er erwartet nur Vorteile von dem Pilotprojekt für Schleswig-Holstein, das in Hamburg schon sehr gut funktioniert. Große Umbauten sind in der alten Brauerei für die Jugendberufsagentur nicht nötig. Die IT muss angepasst werden. Allerdings gilt auch hier der strenge Datenschutz. Böckenhauer: „Wir als Agentur für Arbeit können nicht in die Daten des ASD Einsicht nehmen – und umgekehrt natürlich auch nicht.“

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erstellt am 11.Dez.2015 | 19:26 Uhr

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