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Ehemaliger Courier-Fotograf : Walter Erbens Fotoschatz wird digital erhalten

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mit Unterstützung der Fielmann AG wurden die ersten 7500 Negative eingescannt. Fernziel ist die Digitalisierung des gesamten Nachlasses.

Neumünster | Die Schwarz-Weiß-Bilder des früheren Courier-Fotografen Walter Erben (1921 - 1988) sind ein wertvoller zeitgeschichtlicher Fundus. Im Berufsleben Erbens – das sind die Jahre von 1947 bis zum Anfang der 1980er-Jahre – sind etwa 100  000 Negative entstanden, die von seiner ehemaligen Schülerin, der Journalistin und Fotografin Monika Krebs, verwaltet werden. Um dieses fotografische Erbe zu erhalten, sind jetzt mit Unterstützung der Fielmann AG die ersten 7500 Negative eingescannt und digitalisiert worden.

„Das ist zwar nur ein Bruchteil des Nachlasses, aber damit ist der Grundstein gelegt“, sagte Direktorin Astrid Frevert vom Museum Tuch + Technik. Das Museum begreift sich auch als historisches Gedächtnis der Stadt und hat seit 2011 schon mehrere Ausstellungen mit Fotos von Walter Erben gezeigt.

„Das bedeutete jedesmal viel Arbeit für Monika Krebs“, sagte Astrid Frevert. Die Qualität der Negative entspricht ihrer Aufbewahrung. Viel Zeit verwandte Erben nicht darauf. Die Negative wurden einfach aufgerollt, in Filmdosen oder in alte Fotopapierkartons gepackt. „Das war auch für uns eine Herausforderung“, sagt Michael Pencke, der Leiter der Digitalisierung bei den Elbe-Werkstätten für Behinderte. Dort wurden die Negative gescannt. Die Kosten im vierstelligen Bereich übernahm die Fielmann AG, die Tuch + Technik und viele andere Museen im Norden seit Jahren fördert. Jürgen Ostwald (Fielmann) rechnete noch einmal nach: „Bei 100  000 Fotos in rund 30 Jahren hat Walter Erben etwa zehn Fotos am Tag gemacht.“

Die Fotos sind nicht nur zeitgeschichtlich, sondern auch künstlerisch wertvoll, fand nicht nur Museums-Chefin Astrid Frevert. „Walter Erben hat sich immer als Handwerker gesehen, er war ein Autodidakt mit einer unglaublichen Wahrnehmung“, sagte Monika Krebs.

Die digitalen Fotos sind für die Museumssammlung auf externen Festplatten gespeichert und lassen sich bei Bedarf ausdrucken. Fernziel ist die Einpflegung in eine überregionale Museen-Datenbank. „Schön, dass wird diese Fotos für die Nachwelt erhalten, bevor die Erinnerung verblasst. Es gibt nicht mehr so viele Quellen“, sagte Marian Bülow, Leiter der Fielmann-Niederlassung am Großflecken.

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erstellt am 27.Jul.2017 | 08:14 Uhr

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